Mattea Meyer

    Mattea Meyer kämpft trotz Polit-Pause gegen SRG-Halbierung

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    Eigentlich macht die SP-Co-Präsidentin eine Polit-Auszeit wegen «grosser Erschöpfung». Doch nun taucht sie in der SP-Kampagne gegen die SRG-Initiative auf.

    Mattea Meyer SRG-Initiative Brief
    «Jetzt spenden»: Plötzlich ist SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer teil der Kampagne gegen die SRG-Initiative – trotz Auszeit. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer ist wegen Erschöpfung in einer Auszeit.
    • Trotzdem taucht sie nun im Abstimmungskampf um die SRG-Initiative auf.
    • Sie wirbt zusammen mit Co-Präsident Cédric Wermuth für Kampagnen-Spenden.

    Sie fühle eine grosse Erschöpfung, teilte SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer Ende November via soziale Medien mit. Sie müsse die Notbremse ziehen: Nicht an der Wintersession des Nationalrats teilnehmen und generell ab sofort eine Pause machen.

    Für diesen Schritt erhielt sie umgehend viel Verständnis und Zuspruch: sowohl von SP-Grössen wie Alain Berset und Tamara Funiciello, ihrem Co-Präsidenten Cédric Wermuth, aber auch der SP-Basis. Es gab aber auch kritische Stimmen, die die Privilegien der Politik ankreideten.

    Doch weder auf das eine noch auf das andere reagierte Meyer. Sie verschwand tatsächlich ab sofort aus dem politischen Rampenlicht. Umso überraschter dürften Empfängerinnen und Empfänger eines SP-Rundschreibens zur SRG-Halbierungs-Initiative Mitte Januar gewesen sein.

    Mit «Heute weniger SRG, morgen mehr Musk?» richtete man sich an die «Liebe Leserin, liebe Leser». Mit einem Beitrag von 100, 75 oder 35 Franken könne man mithelfen, «gegen die Millionen-Kampagne der SVP» anzukommen.

    Mattea Meyer SRG-Initiative Brief
    Mit diesem Brief wirbt das SP-Co-Präsidium um Spenden gegen die SRG-Initiative. - Nau.ch

    Unterzeichnet ist der Nau.ch vorliegende Brief von Mattea Meyer und Cédric Wermuth, die beide auch im Bild zu sehen sind. Macht die SP-Co-Chefin etwa bei der SRG eine Ausnahme und engagiert sich in gewissem Umfang im Abstimmungskampf, trotz Polit-Pause? Eine erste Anfrage liess Mattea Meyer unbeantwortet – konsequenterweise.

    Klärung verschaffen konnte man dagegen im Zentralsekretariat der SP Schweiz. Offenbar geht alles mit rechten Dingen zu und her und niemand hat Meyers Unterschrift gefälscht. Sondern, so Mediensprecherin Lena Allenspach: «Dieser Brief wurde bereits im November vorbereitet und finalisiert.»

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