Das SRF reagiert auf die Vorwürfe der SVP. Diese sei «definitiv» nicht untervertreten. Zudem lasse man sich nicht vorschreiben, wen man einlädt.
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Thomas Matter (SVP) kritisierte das SRF zuletzt heftig. Dabei war er selber auch schon eingeladen. - Screenshot SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Das SRF reagiert auf die Vorwürfe der SVP.
  • Der «Club» sei auch ohne SVP-Vertreter ausgewogen gewesen.
  • Die Versuche, die Einladungsliste mit Druck zu beeinflussen hätten zuletzt zugenommen.

«Aktivisten-Sender», «einseitiger links-grüner Aktivisten-Journalismus» und «einseitige und unausgewogene Berichterstattung»: Die Vorwürfe der SVP gegen das Schweizer Fernsehen hatten es in sich. Die wählerstärkste Partei drohte am Dienstag, politisch gegen das SRF vorzugehen.

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Das SRF-Logo - Keystone

Nun hat sich der «Staatssender» zu den Vorwürfen geäussert – und diese vehement zurückgewiesen.

Die SVP sei «definitiv nicht untervertreten», so Gregor Meier, stellvertretender Chefredaktor Video. Ihre Mitglieder würden immer wieder im SRF eingeladen, auch für die Diskussionssendung «Club».

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Albert Rösti, Präsident der SVP, in der Arena. - Screenshot SRF

Bei der Ausgabe über das Scheitern des Rahmenabkommens mit der EU war die Volkspartei aber nicht dabei. Dies brachte das Fass gemäss der SVP zum Überlaufen. Eingeladen waren Christa Markwalder von der FDP und Jacqueline Badran von der SP. Beide hatten einen Unterstützer ihrer Ansicht dabei.

«Die Positionen waren also ausgewogen vertreten», sagt Meier. Thematisiert wurde auch, ob das Rahmenabkommen nun zu innerpolitischen Spannungen führen könnte. Da die SVP stets geschlossen gegen den Vertrag war, wurde kein Vertreter eingeladen.

Das SRF lasse sich nicht von den Parteien vorschreiben, wen es einlädt. Solche Druckversuche seien nicht neu, «sie haben in letzter Zeit aber zugenommen», so Meier. «Das SRF ist kein Parteimedium – von keiner Partei.»

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