SRF entschuldigt sich für Asyl-«Tagesschau»
Die SVP kritisiert SRF wegen «manipulierter Berichterstattung», die rückläufigen Asylzahlen würden falsch dargestellt. Das Medienhaus entschuldigt sich.
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Das Wichtigste in Kürze
- Am Montagabend berichtete SRF in der «Tagesschau» über die rückläufigen Asylzahlen.
- Die SVP kritisiert daraufhin die «manipulierte Berichterstattung».
- Das Medienhaus hat sich entschuldigt und den Bericht entsprechend präzisiert.
Souverän führte «Tagesschau»-Moderatorin Cornelia Boesch die SRF-Zuschauer durch die Ausgabe am Montagabend. Boesch nimmt Bezug auf die Zahlen der Nettozuwanderung und Asylgesuche, die am selben Tag vom Bund veröffentlicht wurden.
Der Redaktion unterläuft dabei jedoch ein journalistisches Missgeschick. Die rückläufigen Zahlen werden nicht in Relation zu den Einwanderungen gestellt.

Daraufhin hagelt es seitens SVP scharfe Kritik. Eine Medienmitteilung vom Mittwoch titelte die Partei so: «Schweizer Fernsehen manipuliert Asyl- und Zuwanderungszahlen.»
In der «Tagesschau» werde so getan, als seien die Asylzahlen stark rückläufig. Das stimme jedoch nicht, behauptet die SVP. Die Rede ist von «manipulierter Berichterstattung», just vor der kommenden Abstimmung zur Halbierungsinitiative der SRG.
SRF: «Bitten um Entschuldigung»
Am Donnerstagmorgen reagiert SRF. In einem Kommentar unter dem entsprechenden LinkedIn-Beitrag der SVP schreibt das Medienhaus: «Am Montag, 26. Januar, ist uns in der Anmoderation zu den Migrationszahlen in der ‹Tagesschau› ein Fehler unterlaufen.»

Da die Zahl der ausgewanderten Personen nicht in Relation zu den Einwanderungen gestellt wurde, könne ein falscher Eindruck entstehen. «Wir bedauern den Fehler und bitten um Entschuldigung.»
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In der Hauptausgabe am Mittwoch habe man eine entsprechende Präzisierung gesendet.












