Lebensmittel

Immer mehr Menschen in der Schweiz erkranken durch Lebensmittel

Keystone-SDA
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Bern,

In der Schweiz haben die durch Lebensmittel verursachten Krankheiten im Jahr 2025 zugenommen.

Grill
Beim Grillieren ist besondere Vorsicht geboten: Um lebensmittelbedingten Krankheiten vorzubeugen, wird daher empfohlen, rohes Fleisch strikt von durchgebratenem Grillgut zu trennen. (Ar... - kestone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Jahr 2025 sind in der Schweiz mehr Menschen durch Lebensmittel erkrankt als noch 2024.
  • Campylobacteriose blieb 2025 mit 8654 Fällen die häufigste Lebensmittelinfektion.
  • BLV und BAG führen den Anstieg auf bessere Meldungen statt auf höhere Risiken zurück.

Im vergangenen Jahr sind mehr Menschen durch Lebensmittel erkrankt, als noch 2024. Mit 8654 laborbestätigten Fällen war die Campylobacteriose die häufigste Infektion, gefolgt von der Salmonellose mit 2280 Fällen.

Infektionen mit dem Shigatoxin-bildenden Bakterium Escherichia coli (STEC) wurden 1433 Mal nachgewiesen, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilten. Diese Zahlen seien zwar stabil, bewegten sich jedoch auf hohem Niveau.

Die kantonalen Behörden meldeten dem Bund für das Jahr 2025 zudem 72 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche. Im Vorjahr waren es 43 gewesen. Mindestens 660 Personen erkrankten, 21 mussten hospitalisiert werden und es gab zwei Todesfälle.

Laut BLV gibt der Anstieg aber kein Anzeichen für eine Verschlechterung der Lebensmittelsicherheit. Vielmehr sei die Entwicklung auf eine verbesserte Meldepraxis zurückzuführen.

50 Millionen Franken Kosten wegen Durchfall

Die krankmachenden Keime sind in rohen Lebensmitteln wie Fleisch, Geflügel, Eiern, Fisch und Meeresfrüchten enthalten. Bei unsachgemässer Lagerung und Zubereitung können diese auf den Menschen übertragen werden und Magen-Darm-Krankheiten verursachen.

Durchfallerkrankungen verursachen Kosten von bis zu 50 Millionen Franken, wovon 10 Millionen Franken auf die Campylobacteriose entfallen würden.

Die Behörden erinnerten daran, dass Lebensmittelunternehmen die geltenden Hygienevorgaben einhalten und die Lebensmittelsicherheit gewährleisten müssten.

Damit dem sicheren Grillgenuss nichts im Weg steht, gilt es bei der Aufbewahrung und Zubereitung von tierischen Lebensmitteln, einiges zu beachten.

Vom Kühlschrank

Um die Vermehrung von Keimen bei Zimmertemperatur zu stoppen, müssen verderbliche Lebensmittel im Kühlschrank bei unter 5 Grad Celsius gelagert werden.

Aufgetaute Produkte dürfen nicht erneut eingefroren werden.

Auf den Grill

Auf niedriger Stufe haben Krankheitserreger leichtes Spiel: Fleisch, Geflügel und Fisch müssen deshalb auf eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad Celsius erhitzt werden. Gleiches gilt übrigens auch beim Wiederaufwärmen.

Während der Grillsaison ist besondere Vorsicht geboten, da Fleisch unerwünschte Keime wie Campylobacter oder Salmonellen enthalten kann, ohne dass dies an Geschmack, Geruch oder Farbe erkennbar wäre.

Das Grillgut, insbesondere Geflügel und Hackfleisch, muss immer vollständig durchgebraten sein. Übriggebliebene Marinade darf nicht als kalte Sauce für andere Speisen verwendet werden.

Grillierst du gerne?

Für rohes und für fertig gegrilltes Fleisch sollten separate Teller benutzt werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt unterschiedliche Schneidebretter und Utensilien für rohe und gegarte Speisen.

In den Abwasch

Vor und nach der Zubereitung – besonders nach dem Kontakt mit rohem Fleisch oder Fisch ist gründliches Händewaschen angesagt.

Auch Arbeitsflächen und Küchenutensilien müssen nach jedem Verarbeitungsgang mit heissem Wasser und Seife gereinigt werden.

Kommentare

User #4317 (nicht angemeldet)

Und dass alles trotz Pferdesalbe!

User #1517 (nicht angemeldet)

Die meisten haben gar keine Ahnung von Hygiene in der Küche und beim Kochen. Bzw. können nicht vernünftig kochen.

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