Ein gefälschtes Plakat zur Bundes-Energiesparkampagne macht online die Runden. Das Fedpol untersucht die Sache, es handelt sich wohl um russische Propaganda.
Plakat Fedpol Energiesparkampagne
Dieser gefälschte Plakat zur Energiesparkampagne will das Narrativ verbreiten, der Bund suche Verpetzerinnen und Verpetzer. Die Telefonnummer wurde absichtlich übermalt. - Twitter/@KDenkWrites
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bund hat vor einiger Zeit den Plan zum Energiesparen verabschiedet.
  • Wenn es hart auf hart kommt, sollte die Bevölkerung nur noch auf 19 Grad heizen dürfen.
  • Ein wohl von Russen gefälschtes Plakat verbreitet nun falsche Informationen zur Kampagne.

Es ist wohl russische Desinformation, die aber schon viel Schaden angerichtet hat. Derzeit zirkuliert auf Telegram und Twitter ein Plakat, das falsche Informationen zur Energiesparkampagne des Bundes verbreitet.

Auf dem Plakat, zusammengestellt aus Stock-Bildern und dem Logo der Eidgenossenschaft, steht Folgendes: «Heizt der Nachbar die Wohnung über 19 Grad auf? Bitte informieren Sie uns – anonym – 200 Franken Belohnung.» Zusätzlich ist eine Telefonnummer aufgeführt, die tatsächlich das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) erreicht.

UVEK Sommaruga
Simonetta Sommaruga ist seit Januar 2019 Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). - Keystone

Schon am Sonntag bestätigte das UVEK, dass es sich um einen Fake handle. Über das Wochenende hätten zahlreiche Personen angerufen. Nun hat die Bundespolizei, das Fedpol, mitgeteilt, eine Ermittlung eröffnet zu haben. Das Schweizer Wappen und der Begriff der Schweizerischen Eidgenossenschaft seien missbräuchlich benutzt worden. Gemäss Wappenschutzgesetz kann der unzulässige Gebrauch solcher amtlichen Bezeichnungen bestraft werden.

Sind Sie im Internet auch schon auf russische Fake News gestossen?

Gemäss mehreren Medienberichten, unter anderem der «NZZ», ist das Plakat eine russische Kreation. Es wurde über das Wochenende fleissig in pro-russischen, nationalistischen und Verschwörung-Chats geteilt. Russische Medien übernahmen das falsche Narrativ schliesslich und vermeldeten Anfang Woche, die Schweiz fördere «die Denunziation von Nachbarn».

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