Schweiz verfehlt Stromziele bis 2050 – Lücke droht
Die Stromversorgung wird laut Branchenverband deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben. Schuld seien zu wenig Ausbau, steigender Bedarf und Atomausstieg.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweiz verfehlt laut VSE ihre Stromversorgungsziele bis 2050 deutlich.
- Der neue Index zeigt für 2050 nur 69 von 100 Punkten.
- Hauptgründe sind steigender Bedarf und Atomausstieg.
Wegen schleppender Ausbauprojekte und hohem Bedarf verfehlt die Schweiz laut den Schweizer Elektrizitätsunternehmen ihre gesetzlichen Versorgungsziele bis 2050 deutlich. Zu diesem Schluss kommt der Verband in seinem ersten Stromversorgungsindex.
Von 100 möglichen Punkten erreicht die Schweiz bis 2050 nur 69 Punkte. Dies legte der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) am Montag vor den Medien in Bern dar.
Bis 2035 rechnet er mit einem Index von 82 Punkten. Schuld an der Verschlechterung seien Der Anstieg der Stromnachfrage und der Ausstieg aus der Kernenergie.
Verband warnt vor Engpässen im Winter
Der VSE stützt sich auf seine Studie «Energiezukunft 2050». Diese wiederum basiert auf der Energie- und Klimastrategie sowie dem Stromgesetz.
Der Verband bemängelt eine unzureichende Winterproduktion aus erneuerbaren Energien und den stockenden Ausbau des Stromnetzes. Weiter seien eingeschränkte Importmöglichkeiten und fehlende gesellschaftlich tragfähige Lösungen ein Problem.
Er fordert mehr Winterproduktion aus erneuerbaren Energien, einen Netzausbau und ein Stromabkommen.











