Kanton Bern sucht Planer und Architekten für Gefängnis-Bauprojekte
Der Kanton Bern hat einen Gesamtleistungswettbewerb und einen Studienauftrag für zwei Bauprojekte im Justizvollzug ausgeschrieben. Auf dem Gelände der bestehenden Strafanstalt in Witzwil soll ein Neubau entstehen. Die Frauenvollzugsanstalt Hindelbank hingegen muss saniert werden.

Für Witzwil hat der Kanton einen Gesamtleistungswettbewerb ausgeschrieben, wie die Bau- und Verkehrsdirektion am Montag mitteilte. Er sucht also Fachleute, für die Planung und Realisierung einer neuen Justizvollzugseinrichtung mit 150 Haftplätzen und 50 Plätzen für den geschlossenen Vollzug für Männer in Untersuchungs- und Sicherheitshaft.
Die neue Einrichtung ersetzt unter anderem das Regionalgefängnis Biel. Sie kommt auf dem Gelände der bereits bestehenden Justizvollzugsanstalt Witzwil zu stehen. Die Vergabe der Gesamtleistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren. Voraussichtlich Mitte 2028 sollen die Gesamtleistungen vergeben sein.
Die Frauenvollzugsanstalt Hindelbank benötigt eine Sanierung, die etappenweise bis 2039/40 durchgeführt werden soll. Dazu hat der Kanton einen Studienauftrag ausgeschrieben. Für die Sicherheitstechnik wird ein separates Verfahren ausgeschrieben.
Die Ergebnisse des Studienauftrags werden im Frühling 2027 erwartet. Ziel des Studienauftrags ist die Entwicklung zweckmässiger, sicherer und effizienter räumlicher Strukturen für den Vollzugsbetrieb. Die heutige Anlage ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung aufgeführt.
Vorgesehen sind die Schaffung modularer Wohnbauten sowie eine Gesamtkapazität von neu 102 Plätzen (heute 97) im Hauptbetrieb.






