Demonstration

    Drei vorläufige Festnahmen bei Anti-G7-Demonstration in Genf

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Nach einer ersten Bilanz sind im Anschluss an die Anti-G7-Demonstration vom Sonntag in Genf drei Personen vorläufig festgenommen worden. An der Kundgebung nahmen laut Polizei 20'000 Menschen teil. Laut der Koalition «No G7» waren es 30'000.

    Nach einer ersten Bilanz der Polizei kam es am Rande der Anti-G7-Demonstration, an der am Sonntag in Genf zwischen 20'000 und 30'000 Menschen teilnahmen, zu drei vorläufigen Festnahmen.
    Nach einer ersten Bilanz der Polizei kam es am Rande der Anti-G7-Demonstration, an der am Sonntag in Genf zwischen 20'000 und 30'000 Menschen teilnahmen, zu drei vorläufigen Festnahmen. - KEYSTONE/EPA/MARTIAL TREZZINI

    Im Anschluss an die Anti-G7-Demonstration vom Sonntag sind in Genf 28 Personen in Gewahrsam und drei vorläufig festgenommen worden. Eine am Abend von der Polizei errichtete Einkesselung sorgte beim Kollektiv „No G7“ für Empörung.

    In einer vorläufigen Bilanz, welche die Genfer Polizei am Mittag im Westschweizer Radio RTS bekannt gab, sagte Polizeisprecher Alexandre Brahier, dass 28 Personen, darunter neun Frauen und 19 Männer, in Gewahrsam genommen worden seien. Drei Personen seien vorläufig festgenommen worden. Genauere Zahlen wurden für den frühen Nachmittag erwartet.

    Nach Angaben der Ordnungskräfte «sind die Schäden im Verhältnis zur Zahl der entschlossenen Aktivisten des Schwarzen Blocks relativ gering“. Es gab insbesondere zerbrochene Fensterscheiben, zerstörte Bushaltestellen und ein in Brand gestecktes Auto.

    Die Polizei hatte am Abend zwischen dem Quai Wilson und der Avenue de France eine Absperrung errichtet, hinter der laut dem Komitee «No G7» fast 300 Personen mehrere Stunden lang festgehalten wurden, darunter Mitglieder des Selbstschutzteams und Organisatoren der Demonstration. Sie wurden nach Identitätskontrollen nach und nach freigelassen. Die letzten Personen wurden am Montagmorgen entlassen.

    Zahlreiche von Teilnehmenden der Koalition «No G7» gepostete Beiträge prangerten den Mangel an Wasser und Nahrung für die festgehaltenen Personen an. Das Komitee verurteilte in einer Mitteilung vom Montagmittag «eine unbeschreibliche Polizeiaktion».

    Kritik an Polizeigewalt

    Die polizeiliche Razzia löste auch empörte politische Reaktionen aus. Die SP Genf zeigte sich besorgt über die Bedingungen, unter denen diese Aktion stattgefunden habe. «Hunderte von Menschen wurden eine ganze Nacht lang festgehalten, obwohl viele weder an den Gewalttaten beteiligt waren noch im Verdacht standen, Straftaten begangen zu haben», schrieb die SP Genf und forderte eine umfassende Aufarbeitung.

    Die Koalition No G7 wies erneut auf zahlreiche Vorfälle von Provokationen und Polizeigewalt hin, zu denen es am Ende der Demonstration gekommen sei. Sie kritisierte zudem den wiederholten Einsatz von Tränengas gegen den Demonstrationszug.

    An der Demonstration nahmen laut Polizei 20'000 Menschen teil, laut der Koalition «No G7» waren es 30'000. Etwa 600 Aktivisten des Schwarzen Blocks, die den Demonstrationszug infiltriert hatten, begingen Sachbeschädigungen.

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    Kommentare

    User #4766 (nicht angemeldet)

    So viele Menschen ohne Verpflichtungen und Arbeit. Komisch. Wer hat die Demo finanziert, die NGOs mit eurem Schweizer Steuergeld?

    DiVa M.

    Ich habe die Bilder und Videos über Genf gesehen. Da gab es Bürgerkrieg ähnliche Ausschreitungen. Die mal wieder schöngeredet werden.

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