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Parlament gedenkt der Brandopfer von Crans-Montana VS

Keystone-SDA
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Bern,

Zum Start der Frühjahrssession haben die eidgenössischen Räte eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer des Brandes von Crans VS abgehalten. Es sei die Pflicht des Parlaments, die Katastrophe «niemals zu vergessen», sagte Nationalratspräsident Pierre-André Page.

Das Parlament müsse die Lehren aus der Brandkatastrophe ziehen, damit sich eine solche Tragödie nie wiederhole, forderte Nationalratspräsident Pierre-André Page (im Bild).
Das Parlament müsse die Lehren aus der Brandkatastrophe ziehen, damit sich eine solche Tragödie nie wiederhole, forderte Nationalratspräsident Pierre-André Page (im Bild). - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Zwei Monate nach der Brandkatastrophe beschäftige die Silvesternacht noch immer, sie habe sich in die Herzen eingeprägt, sagte Page (SVP/FR) am Montag im Rat.

«In dieser Nacht stand in Crans-Montana eine Bar in Flammen und riss vierzig junge Menschen voller Zukunftshoffnungen mit sich. Ein weiterer junger Mann, der schwer verletzt wurde, ist vor kurzem verstorben. Noch heute kämpfen die Überlebenden jeden Tag darum, das wieder aufzubauen, was das Feuer zerstört hat», fuhr der Nationalratspräsident fort.

Die jungen Menschen hätten sich versammelt, «um die Zukunft zu feiern, um gemeinsam zu lachen und ihre Träume zu teilen. In einem Augenblick verwandelte sich die Freude in einen Albtraum. Leben wurden zerstört, Familien zerrissen, Freunde versanken in Unverständnis und Schmerz.»

Page dankte in seiner Rede auch allen Helfenden in der Schweiz und im Ausland, die sich «mit Mut und Entschlossenheit engagiert haben». Ihr Einsatz und ihre Menschlichkeit blieben in Erinnerung. «Ich möchte auch in Ihrem Namen meine aufrichtige Dankbarkeit gegenüber allen Ländern zum Ausdruck bringen, die uns die Hand gereicht und uns aufgenommen haben», sagte Page an auf der Tribüne sitzende Vertreterinnen und Vertreter jener Staaten gerichtet.

Nun müsse das Parlament die Lehren aus dieser dunklen Nacht ziehen. Ab sofort werde der Rat am Gesetzesentwurf zur Unterstützung der Opfer des Brandes arbeiten, kündigte der Freiburger an.

Die Justiz müsse zudem «in völliger Unabhängigkeit die Verantwortlichkeiten feststellen», sagte Page. Dies sei «eine unverzichtbare Voraussetzung für den Vertrauensvertrag, der unsere Institutionen mit der Gesellschaft verbindet, der sie dienen. Ohne Wahrheit kann es kein dauerhaftes Vertrauen geben».

In der Folge gedachte die grosse Kammer in einem Moment der Stille den Opfern, ihren Familien und Angehörigen.

Auch im Ständerat wurde zum Start in die Session am späteren Nachmittag der 41 Todesopfer und der über hundert Verletzten der Brandkatastrophe gedacht. Ständeratspräsident Stefan Engler (Mitte/GR) erwähnte in seiner Rede etwa den europäischen Katastrophenschutzmechanismus: «Wir hätten die Opfer in der Schweiz nicht alleine versorgen und unterbringen können», so Engler.

Wie schon zuvor Page bedankte sich Engler bei den Helfenden aus dem Ausland, deren Vertretende auch im Ständerat auf der Tribüne sassen. «In schweren Stunden stehen unsere Völker zusammen», sagte der Ständeratspräsident.

«Der Vertrauensverlust, den diese Katastrophe ausgelöst hat, wirft einen langen Schatten», so Engler weiter. Das Parlament trage die Verantwortung dafür, aus solchen Tragödien zu lernen.

Kommentare

User #4800 (nicht angemeldet)

Ich finde es schrecklich, dass die deutschen Medien überhaupt nicht mehr über die #Brandkatastrophe im #LeConstellation berichten, nur, weil keine Deutschen unter den Opfern waren. Sie waren MENSCHEN.

User #4700 (nicht angemeldet)

Bern sollte sicher nicht 50000.- Fr. pro Person bezahlen und schon gar nicht 2000000.- vorsorglich für Vergleiche! So was sagt man eh nie öffentlich! Was ist das für ein Bundesrat? Das gehört zum Wallis, die wollten eh keine Einmischung! Warum soll dann wieder einmal mehr der Steuerzahler dran kommen? Eine Schweinerei!

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