Bundesrat will Arzneimittelversorgung stärken
Um Medikamenten-Engpässe zu bekämpfen, will der Bundesrat den Import und die Herstellung von Arzneien erleichtern. Auch der Online-Handel mit rezeptfreien Mitteln soll einfacher werden, wie der Bundesrat am Freitag anlässlich der Vernehmlassungseröffnung mitteilte.

Bei drohenden Engpässen sollen Grossisten und Importeure künftig befristet auch in der Schweiz nicht zugelassene Arzneimittel einführen dürfen. Apotheken soll es zudem vermehrt erlaubt werden, bei Mangellagen Medikamente selbst herzustellen.
Die Vorlage sieht weiter vor, das grundsätzliche Verbot des Versandhandels aufzuheben. Künftig sollen auch Drogerien rezeptfreie Medikamente versenden dürfen, sofern ein Kanton dies bewilligt.
Geregelt wird auch die Einzelabgabe von Tabletten, um Abfall zu vermeiden und bei Antibiotika Resistenzen zu reduzieren. Zudem sollen Chiropraktikerinnen und Chiropraktiker neu wie Ärztinnen und Ärzte Medikamente verschreiben dürfen.
Die Vernehmlassung dauert bis zum 16. Oktober des laufenden Jahres.










