Bundesrat

    Bundesrat gegen Härtefallprogramm für Studierende

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Bundesrat lehnt ein nationales Härtefallprogramm für Studierende ab. Damit wollten Parlamentarier Ausbildungsabbrüche verhindern.

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    Studierende mit Corona-Maske sitzen in der Begrüssungsveranstaltung. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bundesrat blockiert die Idee eines Härtefallprogramms für Studierende.
    • Begründung: Die Abbruchquote im Hochschulbereich bleibe stabil.

    Rund fünfzig Mitglieder des Parlaments aus allen Fraktionen verlangen vom Bundesrat ein nationales Härtefallprogramm für Studierende. Sie befürchten viele Ausbildungsabbrüche und eine Verschärfung des Fachkräftemangels. Der Bundesrat blockt die Idee ab.

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    Blick ins Bundesratszimmer. (Archivbild) - keystone

    Die aktuelle Situation sei zwar sowohl für die Hochschulen als auch die Studierenden eine grosse Herausforderung. Dies schreibt der Bundesrat in seiner ablehnenden Antwort auf Motionen von Ständerätin Eva Herzog (SP/BS) und Nationalrätin Franziska Roth (SP/SO).

    Erste Rückmeldungen zeigten aber, dass die Abbruchquote im Hochschulbereich stabil bleibe.

    Umfangreiche Massnahmen der Hochschulen

    Zudem hätten die Hochschulen umfangreiche Massnahmen getroffen, um Nachteile für Absolvierende aufgrund der Corona-Pandemie abzufedern. Die finanzielle Unterstützung für Studierende in Notsituationen liege in der Kompetenz und Verantwortung der Hochschulen und der Kantone. Deshalb ist die Bereitstellung von Bundesmitteln oder eine öffentlich-private Partnerschaft mit Beteiligung des Bundes laut dem Bundesrat nicht angezeigt.

    Studierende
    Schweizer Studierende sind gesundheitlich stärker belastet als zuvor. (Symbolbild) - pixabay

    Die Idee eines nationalen Nothilfefonds an Stipendien fordert auch der Verband der Schweizer Studierendenschaften. Einige Hochschulen und Stiftungen haben zwar seit Beginn der Pandemie zinslose Notfalldarlehen und teils Stipendien gesprochen. Die Angebote fallen regional aber sehr unterschiedlich aus.

    «Es fehlt ein koordiniertes bundesweites Angebot für alle», heisst es in der Begründung der Motionen. Zur Unterstützung der Studierenden in der Corona-Krise sei deshalb der Bund in der Mitverantwortung. Über die Vorstösse entscheidet nun das Parlament.

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