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HSG führt Prüfungen trotz Corona-Pandemie am Campus durch

An der Universität St. Gallen (HSG) und an den Fachhochschulen sind Prüfungen vor Ort geplant - trotz anhaltend hoher Corona-Zahlen. Mit umfassenden Schutzkonzepten soll eine Ansteckung der Studierenden verhindert werden.

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Die HSG. - Keystone

Seit dem 2. November müssen die Schweizer Hochschulen wegen der Corona-Pandemie auf Präsenzunterricht verzichten. Das Studierendenmagazin «Prisma» listet die aktuellen Corona-Massnahmen an der HSG auf: Keine Lernplätze in der Bibliothek, ausgeweitete Maskenpflicht, Unisport geschlossen und weiterhin Präsenzprüfungen.

Nach derzeitiger Lage fänden die zentral organisierten schriftlichen Prüfungen in Präsenz statt, heisst es bei der HSG-Kommunikation auf Anfrage von Keystone-SDA. Die mündlichen Prüfungen werden online durchgeführt.

Artikel 6 der revidierten Covid-19-Verordnung besagt, dass an Hochschulen Prüfungen vor Ort unter Einhaltung der Covid-19-Schutzmassnahmen erlaubt sind. Auch die ETH Zürich setzt auf Präsenzprüfungen: «Um sachgerechte Prüfungen durchführen zu können und faire Bedingungen für alle Kandidatinnen und Kandidaten zu gewährleisten», heisst es in einem Schreiben der Rektorin an die Studierenden.

An der HSG gelte während der schriftlichen Prüfungen ein umfassendes Schutzkonzept für alle Beteiligten, heisst es weiter. Auch während der Prüfungen gilt eine Maskenpflicht. Um Ansammlungen von Studierenden zu vermeiden, wird es keine Wartezonen mehr im Freien geben.

Wie viele Studierende Prüfungen ablegen, wird nicht beziffert. An der HSG studieren derzeit rund 9000 Personen. Viele Studierende absolvierten pro Semester mehrere Prüfungen. Die grosse Mehrheit wünsche Präsenzprüfungen, heisst es von der HSG weiter. Für Härtefälle gebe es individuelle Angebote.

Pro Saal werden maximal 50 Personen zugelassen. Damit «Fairness, Verlässlichkeit und Gleichbehandlung» trotz der limitierten Gruppengrössen pro Raum gegeben seien, wurden laut Corona-Ticker von «Prisma» unter den Assistierenden und Mitarbeitenden zusätzliche Prüfungsaufsichten gesucht.

An der Ostschweizer Fachhochschule (Ost), dem Zusammenschluss der bisherigen drei Fachhochschulen in Buchs, Rapperswil-Jona und St. Gallen, werden die Prüfungen von Anfang Januar bis Mitte Februar teils in Präsenz, teils online durchgeführt. «Es sind einige hundert Studierende, die an den drei Standorten Prüfungen absolvieren», sagt Eva Tschudi, Leiterin der Ost-Kommunikation.

Das Schutzkonzept sieht neben den Hygiene- und Distanzregeln unter anderem auch eine generelle Maskenpflicht und regelmässiges Stosslüften vor. Zudem werde ein lückenloses Contact Tracing sichergestellt, so Tschudi.

Wer sich in Quarantäne befinde oder Symptome aufweise, werde nicht zur Prüfung zugelassen und erhalte einen Nachprüfungstermin. Studierende, die einer Risikogruppe angehören, legen ihre Prüfungen in separaten Räumen mit deutlich grösseren Abständen ab.

Praktische Prüfungen, die zu einem eidgenössischen Berufsausweis führen, werden mit einem besonders strengen, spezifischen Hygienekonzept und nach Richtlinien des Bundesamts für Gesundheit (BAG) weiter in Präsenz durchgeführt - auch bei einem erneuten Lockdown oder der Schliessung der Fachhochschulen, wie Tschudi erklärt.

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