Bundesrat beantragt Geld für Handball-Euro und andere Grossanlässe
Der Bundesrat will verschiedene internationale Sport-Grossanlässe mit insgesamt 8,24 Millionen Franken unterstützen. Sagt das Parlament Ja, profitieren unter anderem die Organisatoren der Männer-Handball-Europameisterschaften 2028 in Zürich und jene der Judo-Weltmeisterschaften im gleichen Jahr in Lausanne.

Für diese beiden Anlässe will der Bundesrat in dieser Reihenfolge 1,15 Millionen und 1,4 Millionen Franken freigeben, wie er am Freitag mitteilte. Auch die Eiskunstlauf-Europameisterschaften von 2027 in Lausanne sollen Geld erhalten, gleich wie die Ruder-Weltmeisterschaften von 2027 in Luzern.
Bei den weiteren vom Bundesrat berücksichtigten Anlässen handelt es sich um die Kurzbahn-Schwimmeuropameisterschaft von 2027 in Basel, die Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften von 2028 in St. Moritz GR und die Frauen-Basketball-Europameisterschaften in Genf von 2029.
Bei den genannten Beiträgen handelt es sich um Höchstbeiträge an die jeweiligen Trägerschaften. Sie fliessen laut Bundesratscommuniqué unter bestimmten Bedingungen. So kann es sein, dass sich auch die Kantone angemessen an den Kosten beteiligen müssen.
5,24 Millionen fliessen in Beiträge an die Organisation und Durchführung der Anlässe und 3 Millionen an besondere Sportfördermassnahmen im Zusammenhang mit ihnen.
Der Bundesrat legt dem Parlament zwei entsprechende Zusatzkredite vor. Sie sollen einen bereits im Juni 2023 genehmigten Verpflichtungskredit zur Unterstützung internationaler Sportgrossanlässe der Jahre 2025–2029 ergänzen.
Die Finanzierung der Zusatzkredite erfolge haushaltsneutral; die Gelder würden kompensiert.
Zur Begründung der Zusatzkredite schrieb der Bundesrat am Freitag, internationale Sportanlässe wie Welt- und Europameisterschaften entfalteten vielfältige Wirkungen in Sport, Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Fussball-Europameisterschaft der Frauen im vergangenen Jahr in der Schweiz habe gezeigt, dass solche Anlässe geeignet seien, um Entwicklungen in der jeweiligen Sportart sowie in unterschiedlichen Bereichen anzustossen. Aus Sicht des Bundesrats wirkten solche Veranstaltungen nachhaltig.
Nichts wissen wollte der Bundesrat hingegen kürzlich von der Unterstützung eines allfälligen europäischen Multisportanlasses im Jahr 2030 in der Schweiz. Es geht um eine Veranstaltung, die alle vier Jahre bestehende kontinentale Europameisterschaften verschiedener Sportarten zusammenfassen soll.
Der Sportdachverband Swiss Olympic sah ein Budget von 190 Millionen Franken vor. Er rechnete mit 130 Millionen Franken von der öffentlichen Hand. Sein Nein zu einer Subventionierung dieses Multisportanlasses begründete der Bundesrat mit der angespannten Finanzsituation des Bundes.










