Kein Social Media bis 16? Bundesrat macht Druck
Droht jetzt das Social-Media-Aus für Jugendliche in der Schweiz? Der Bundesrat prüft ein Verbot für unter 16-Jährige.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bundesrat prüft ein Social-Media-Verbot für unter-16-Jährige.
- Eine Tamedia-Umfrage zeigt breite Zustimmung zu strengeren Regeln.
- Auch Baume-Schneider und Rösti unterstützen stärkeren Jugendschutz.
Während in anderen Ländern Einschränkungen oder sogar ein Verbot von sozialen Medien in Kraft sind, wird das Thema auch in der Schweiz diskutiert. Der Bundesrat wird bis zum nächsten Jahr einen Bericht präsentieren.
Bestellt hatte diesen der Ständerat im März 2025 mit einem überwiesenen Postulat. Er lässt von der Landesregierung untersuchen, ob ein Verbot des Zugangs zu Plattformen wie Tiktok und Instagram für unter 16-Jährige für den Jugendschutz etwas bewirken kann. Um so Kinder und Jugendliche vor schädlichen Auswirkungen von sozialen Medien zu schützen.

Die Ständerätinnen Maya Graf (Grüne/BL) und Céline Vara (Grüne/NE) hatten ihre Vorstösse mit dem in Australien verhängten Verbot des Zugangs zu Plattformen wie Tiktok und Instagram an unter 16-Jährige begründet. Eine Regulierung von sozialen Netzwerken müsse angeschaut werden. Es bestehe grosser Handlungsbedarf.
Verbote an Schulen
Verbote und Einschränkungen für den Gebrauch von Smartphones in Schulen gibt es in verschiedenen Ländern, zum Beispiel in Italien, Frankreich, Griechenland und in den Niederlanden. Auch in vielen Schweizer Schulen gelten bereits Handyverbote. Während des Unterrichts werden die Smartphones eingesammelt.
Aktuell befürworten gemäss einer von den Tamedia-Zeitungen veröffentlichten Studie rund vier von fünf befragten Personen in der Schweiz Massnahmen wie ein Handyverbot an Schulen sowie ein Verbot von sozialen Netzwerken.
Im September 2025 hatte der gemeinnützige Verein NextGen4Impact dem Bundesrat eine Petition mit 60'000 Unterschriften übergeben, wonach Social-Media-Plattformen für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht mehr zugänglich sein sollen.
Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider und auch Medienminister Albert Rösti zeigten zuletzt Verständnis für das Anliegen eines stärkeren Jugendschutzes. Der Bundesrat sei an der Arbeit. Neben dem Postulatsbericht will er auch bei der Vorlage zur Plattformregulierung entsprechende Forderungen berücksichtigen.












