Bundespräsident Parmelin reist für Zollverhandlungen in die USA

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg

USA,

Bis Ende Juli gilt die Zollvereinbarung von 10 Prozent mit den USA. Was danach kommt, ist ungewiss. Deshalb reist Bundespräsident Guy Parmelin jetzt in die USA.

Parmelin
Bundespräsident Guy Parmelin reist nach Washington, um über die US-Zölle zu verhandeln. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Zölle auf die Schweiz von 10 Prozent laufen am 24. Juli 2026 ab.
  • Was danach kommt, ist Gegenstand von bevorstehenden Verhandlungen.
  • Deshalb reisen Bundespräsident Guy Parmelin und Seco-Chefin Helene Budliger Artieda nach Washington.

Es war ein Lichtblick für alle vom US-Markt abhängigen Schweizer Unternehmen: Ende Februar 2026 entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass Trump nicht berechtigt ist, allgemeine Zölle zu erheben.

Auch die ab 7. August 2025 gültigen Zölle von 39 Prozent auf Importe aus der Schweiz waren somit rechtswidrig. Seit kurz nach dem Urteil galt, basierend auf einer anderen Rechtsgrundlage, ein Zollsatz von 10 Prozent.

Dieser Zollsatz war auf 150 Tage befristet, wobei die Frist am 24. Juli 2026 abläuft. Was danach kommt, ist bisher ungewiss. Bundespräsident Guy Parmelin und Seco-Chefin Helene Budliger Artieda reisen deshalb für Zollverhandlungen mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer nach Washington.

Noch knapp vier Wochen dauert es, bis die Frist der 10-Prozent-Zölle abläuft. Die US-Regierung kündigte bereits an, handelspolitische Massnahmen gestützt auf andere Rechtsgrundlagen vorzubereiten.

Dabei signalisierte die Regierung, bestehende Handelsvereinbarungen – wie jene mit der Schweiz – zu respektieren. Gleichwohl wollen der Schweizer Bundespräsident und die Seco-Chefin in Washington einen möglichst guten Deal für die Schweiz aushandeln.

Zusatzzölle von maximal 15 Prozent?

Laut einem Joint Statement, einer politischen Absichtserklärung, von November 2025 gibt es für die Schweiz maximal 15 Prozent Zusatzzölle. Dies unter der Voraussetzung, dass die Schweiz Marktzugänge öffnet und in fünf Jahren 200 Milliarden in die USA investiert.

Da ein Joint Statement nicht rechtlich verbindlich ist, sind die anstehenden Verhandlungen dennoch entscheidend.

Ziel dieser Verhandlungen ist, für die Schweizer Wirtschaft stabile Rahmenbedingungen auf dem US-Markt sicherzustellen und diese nach Möglichkeit zu verbessern.

Wird die Schweiz ein Zollabkommen mit den USA erzielen?

Das geht aus dem definitiven Verhandlungsmandat hervor, dass der Bundesrat am 14. Januar 2026 verabschiedet hat. Das Mandat regelt den offiziellen Auftrag und den genauen Handlungsrahmen für die Verhandlungen mit den USA.

Kommentare

User #5053 (nicht angemeldet)

Trömp ist immernoch besser als das was die Linken wollen.

User #1015 (nicht angemeldet)

Leck ist das peinlich. Der kleine Tyran zahned und unsere Politiker huschen mal wieder und rennen zu ihm. Ignoriert dieses trotzige Kind einfach, dann gibts halt Zölle die dann die Amerikaner zahlen müssen. So what, wir überstehen das.

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