Guy Parmelin

Bundespräsident Guy Parmelin «überrascht» über Vorgehen der EU

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Bundesrat Guy Parmelin ist unzufrieden mit den jüngst beschlossenen Stahlzöllen der Europäischen Union. Sie seien «nicht akzeptabel».

Guy Parmelin
Bundespräsident Guy Parmelin ist nicht zufrieden damit, was die EU in Sachen Stahlzölle entschieden hat. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Guy Parmelin sind die verschärften Einfuhrregeln der EU «nicht akzeptabel».
  • Denn die Schweiz sei stark in die Stahl-Lieferketten eingebunden.
  • Der Bundespräsident ist deshalb alles andere als zufrieden.

Bundespräsident Guy Parmelin ist unzufrieden mit den jüngst beschlossenen Stahlzöllen der Europäischen Union. In der «Samstagsrundschau» von Radio SRF bezeichnete der SVP-Bundesrat die verschärften Einfuhrregeln als «nicht akzeptabel».

Er habe die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor einem möglichen «Eigentor» gewarnt, sagte Parmelin in der Sendung. Weil die Schweiz stark in die Stah-Lieferketten eingebunden sei – beispielsweise bei der Raumfahrt – könnten die Stahlzölle ihm zufolge kontraproduktiv sein.

Sollte die Schweiz der EU beitreten?

Die EU plant, ab dem 1. Juli neue Stahlschutzmassnahmen einzuführen. Diese sehen unter anderem etwa halb so viele zollfreie Einfuhrmengen vor wie bis anhin – auch für Schweizer Produzenten. Der Bundesrat und die EU-Kommission müssten im Rahmen der Welthandelsorganisation neue Quoten verhandeln.

Zwei «heikle Fragen» innert kurzer Zeit

Weiter äusserte sich Parmelin zur neuen EU-Verordnung bezüglich der Arbeitslosengelder für Grenzgängerinnen und Grenzgänger. Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco schätzt die dadurch entstehenden Mehrkosten für die Schweiz auf jährlich bis zu 900 Millionen Franken.

«Ich kann nur sagen, das hilft nicht», so der Bundespräsident. Er sei «überrascht», dass die EU somit gleich zwei «heikle Fragen» innert kurzer Zeit auf den Tisch bringe, während das Vertragspaket im Parlament verhandelt werde.

parmelin
«Ich kann nur sagen, das hilft nicht», so der Bundespräsident im Gespräch mit SRF. (Archivbild) - keystone

Er verwies auf den sogenannten Modus vivendi, den die Schweiz und die EU im Zusammenhang mit dem Vertragspaket aushandelten. Darin wurde vereinbart, dass mögliche Probleme während den Verhandlungen im Schweizer Parlament vermieden werden sollten, um den Ratifizierungsprozess nicht zu stören.

Schweiz erwartet Reaktion von USA

Schwierig gestalten sich bekanntlich auch die Verhandlungen mit den USA über ein Handelsabkommen. Die mit den Urteilen des Supreme Courts zusammenhängende Unsicherheit helfe dabei nicht, sagte Parmelin zu Radio SRF.

Er erwarte nun eine Reaktion der USA auf die schriftlichen Anträge der Schweiz. Der Bundespräsident zeigte sich pragmatisch, betonte aber auch, dass die Schweiz letztlich nicht wisse, was seitens USA passieren könne.

Kommentare

User #653 (nicht angemeldet)

Wann begreiffen unsere 7 BR endlich wie schlecht die EU ist? Und wir müssen Uns entfernen und sicher nicht annähern

User #3757 (nicht angemeldet)

EU Politiker interessieren nur die eigene Brieftasche aber sicher nicht das eigene Volk, dito wie in der Schweiz.

Weiterlesen

Antifa
10 Interaktionen
Bern
Buckelwal
4 Interaktionen
Traurige Gewissheit

MEHR GUY PARMELIN

11 Interaktionen
Luzern
parmelin
11 Interaktionen
Bern
Brand Guy Parmelin
6 Interaktionen
Gedenken
parmelin
46 Interaktionen
«She's tough»

MEHR AUS STADT BERN

Betreuung
18 Interaktionen
Bern
Vorsorge Oberland
8 Interaktionen
Vorsorge
Nachtfahrverbot für Mähroboter
86 Interaktionen
Tote Igel
Kantonspolizei Bern
Ungewöhnlich