Ankommen mit Anschluss: SP fordert Willkommensanlass

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Wer neu nach Emmen zieht, soll rascher Anschluss finden. Ein politischer Vorstoss verlangt nun die Prüfung eines zentralen, persönlichen Begrüssungsevents.

Die Gemeinde Emmen sucht weiterhin eine definitive Lösung für das Zentrum Gersag. (Archivaufnahme)
Die Gemeinde Emmen sucht weiterhin eine definitive Lösung für das Zentrum Gersag. (Archivaufnahme) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Wer neu nach Emmen zieht, soll nicht nur Kisten auspacken, sondern auch rasch Anschluss finden. Wie die Gemeinde Emmen berichtet, fordert die SP den Gemeinderat deshalb auf, einen regelmässigen, zentral organisierten Begrüssungsanlass für Neuzugezogene zu prüfen.

Ein Umzug ist selten mit dem letzten getragenen Karton abgeschlossen. Sind Möbel aufgestellt, Adressen geändert und Formulare ausgefüllt, beginnt das eigentliche Ankommen: Wo befindet sich die nächste Beratungsstelle? Welche Vereine gibt es? Was läuft im Quartier und wie lernt man neue Menschen kennen?

Die SP möchte hierbei Hand bieten. Der Gemeinderat soll prüfen, ob die Gemeinde künftig regelmässig einen physischen Willkommensanlass für Neuzugezogene durchführen kann. Ziel sei ein «institutionalisierter, sichtbarer Willkommensmoment», der die Orientierung erleichtert und Begegnungen ermöglicht, schreiben die Sozialdemokraten in ihrem Vorstoss (38/26).

Vereine und Quartiere an einen Tisch bringen

Nach Vorstellung der Postulantinnen und Postulanten könnte sich an einem solchen Anlass nicht nur die Gemeindeverwaltung präsentieren. Auch Quartiervereine, Sport- und Kulturvereine sowie weitere lokale Institutionen sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Angebote vorzustellen. Neuzugezogene könnten dadurch Kontakte knüpfen und erfahren, wo sie sich engagieren oder Unterstützung finden können.

Die Idee beginnt in Emmen nicht bei null. Verschiedene Quartiervereine begrüssen neue Bewohnerinnen und Bewohner bereits auf eigene Initiative. Im Quartier Erlen-Neuhof gehören Neuzuzügerapéros beispielsweise seit Langem zum Vereinsleben; auch im Riffig und im Benziwil bestehen entsprechende Aktivitäten.

Von der Broschüre zur digitalen Begrüssung

Die Gemeinde befasst sich ebenfalls schon länger mit der Frage, wie neue Einwohnerinnen und Einwohner gut informiert werden können. Früher stand dabei insbesondere eine Neuzuzügerbroschüre im Zentrum.

2020 wurde der Begrüssungsprozess digitalisiert: Über die Website zuhause.emmen.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. und zeitlich gestaffelte E-Mails (E-Mail-Journey) erhalten Neuzugezogene Informationen über die Gemeinde, ihre Dienstleistungen und Möglichkeiten zur Vernetzung.

Mit dem Postulat möchte die SP nun digitale Information, persönliche Begegnung und das Engagement der Quartiere stärker miteinander verbinden. Der Gemeinderat wird den Vorstoss innert Jahresfrist beantworten.

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