Vermarktungsstopp für Hechte aus Hallwilersee wegen PFAS

Keystone-SDA Regional
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Hechte aus dem Hallwilersee dürfen nicht mehr kommerziell vermarktet oder abgegeben werden. Der Grund dafür sind Grenzwertüberschreitungen bei der PFAS-Belastung, wie das Aargauer Amt für Verbraucherschutz (AVS) am Donnerstag mitteilte,

Bei Hechten aus dem Hallwilersee wurden Grenzwertüberschreitungen bei der PFAS-Belastung festgestellt. (Symbolbild)
Bei Hechten aus dem Hallwilersee wurden Grenzwertüberschreitungen bei der PFAS-Belastung festgestellt. (Symbolbild) - Keystone/URS FLUEELER

Während der Fang und der private Verzehr erlaubt bleiben, empfiehlt das AVS maximal 120 Gramm pro Monat zu konsumieren, wie es heisst. Beim Egli, ebenfalls aus dem Hallwilersee, solle gar nur alle zwei Monate eine Portion verzehrt werden. Hier seien PFAS-Werte zwar unter dem Grenzwert, jedoch auf hohem Niveau festgestellt worden.

Das AVS hat wildlebende Fische in acht Gewässern im Kanton untersucht. Bei 30 von 107 Proben wurden die gesetzlichen PFAS-Höchstwerte überschritten.

Die Überschreitungsquote liegt bei 28 Prozent, wie es weiter heisst. Betroffen seien Hechte aus dem Hallwilersee und Alete aus der Bünz und der Reuss. Beim Alet wird keine Empfehlung abgegeben, weil er «vergleichsweise gering belastet» sei und nicht häufig verzehrt werde.

Im Rahmen des kantonalen Monitorings wurden die sechs Fischarten Alet, Egli, Felchen, Hecht, Barbe und Forelle untersucht, wie das AVS weiter schreibt. Zu den untersuchten Gewässern gehörten der Rhein, die Aare, die Reuss, die Limmat, der Hallwilersee, die Bünz, die Suhre und die Surb.

Das AVS plant nach eigenen Angaben weitere PFAS-Untersuchungen. Dieses Jahr habe es mit einem Monitoring von Milchproben aus Tanklastwagen begonnen. Erste Ergebnisse würden in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, wie das Bundesamt für Umwelt auf seiner Webseite erklärt. Es handle sich um eine Gruppe von mehreren tausend synthetischer Industriechemikalien, die äusserst stabil seien. PFAS seien problematisch für die Umwelt und die Gesundheit.

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Kommentare

User #5725 (nicht angemeldet)

Das wäre in St.Gallen nicht möglich.

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