Amherds Frauenquote soll in den Vereinen weichen
Die Frauenförderung war in ihrer Zeit als VBS-Vorsteherin das Steckenpferd von Viola Amherd. Nur: Seit sie nicht mehr im Amt ist, bröckelt diese Förderung.

Das Wichtigste in Kürze
- Als VBS-Vorsteherin fokussierte sich Viola Amherd auch auf die Frauenförderung.
- Diese wird nun unter Beschuss genommen: von einer SVP-Nationalrätin aus dem Kanton Aargau.
- Ihr Vorstoss will die Frauenquote für Vereine und Sportverbände rückgängig machen.
Sie war als erste Vorsteherin des VBS ein Steckenpferd der ehemaligen Mitte-Bundesrätin Viola Amherd: Die Frauenförderung.
Das sorgte bereits während ihrer Amtszeit für Kritik. Amherd konzentrierte sich nicht auf die richtigen Themen.
Kritik, die auch nach ihrem Rückzug Ende März 2025 nicht verstummte. Mehr noch: Mittlerweile ist die Frauenförderung in der Armee und im Sport massiv unter Druck geraten.
Besonders unter Beschuss kommen Amherds Errungenschaften für die Frauen von SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner. Ihr ist die Förderung ein Dorn im Auge.
Bereits im Oktober forderte sie in einer Motion, die Armee-Fachstelle für Diversität abzuschaffen. Denn: «Frauen in der Armee und Diversity» sei ein Bürokratiemonster – und sorge für eine Fragmentierung einzelner Bevölkerungsgruppen.
«Eine Frauenquote ist eine Beleidigung»
Nun legt die SVP-Nationalrätin nach und hat die Frauenquote in den Vereinen im Visier. Auch diese will Stefanie Heimgartner abschaffen.
Denn, so die SVP-Frau gegenüber «CH Media»: «Eine Frauenquote ist für mich eine Beleidigung.»
Sie wolle nicht, dass jemand nur wegen seines Geschlechts in ein Amt gehoben werde. Und nicht wegen der individuellen Fähigkeiten, die eine Person mitbringe.
«Starre Quotenregeln belasten die Verbände und beschneiden ihre Autonomie auf unzulässige Weise», findet Heimgartner zudem. Man sei im Sport auch ohne Vorschriften aus Bern in der Lage, eine inklusive Umgebung zu schaffen.
61 Prozent der Sportverbände erfüllen die Quote nicht
Zudem scheitere die Quotenvorgabe ohnehin an der Realität, moniert die SVP-Nationalrätin. Und tatsächlich: Über die Hälfte der Sportverbände hat die Quote nicht erfüllt.
Von 39 Sportverbänden mit einem Baspo-Rahmenvertrag haben 61 Prozent die Quote verfehlt. Dazu gehören auch die grössten Sportverbände des Landes, darunter der Fussball-, der Eishockey- und der Skiverband.
Konsequenzen hat dies derweil keine. Grund dafür: Das Bundesamt für Sport setzt die Regel kaum um. Denn die angedrohten Subventionskürzungen werden nicht vorgenommen.
Wasser auf die Mühlen von Heimgartners neustem Vorstoss. Dieser wird unterstützt – auch über die Parteigrenzen hinaus. So unterzeichnete auch GLP-Nationalrat Matthias Jauslin den Vorstoss.
















