Mit Begegnungszone: Depotstrasse wird erneuert und aufgewertet

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Bern plant die Sanierung der Depotstrasse mit Begegnungszone, breiten Trottoirs, weniger Parkplätzen und Klimaanpassungen für mehr Sicherheit und Attraktivität.

Eine Verkehrstafel zeigt das Ende einer Begegnungszone an. - Keystone

Wie die Stadt Bern berichtet, soll die Depotstrasse in der Länggasse saniert, attraktiver gestaltet und für den Fussverkehr sicherer gemacht werden. Für die Umsetzung beantragt der Gemeinderat dem Stadtrat einen Kredit von 4,76 Millionen Franken.

Die Depotstrasse, am südwestlichen Rand des Länggassquartiers gelegen, ist sanierungsbedürftig: Der Belag weist Risse und schadhafte Stellen auf; die Wurzeln der angrenzenden Bäume heben die Strassenoberfläche an mehreren Stellen an.

Handlungsbedarf besteht aber auch aus verkehrlicher Sicht: Es kommt in der Depotstrasse regelmässig zu Umfahrungsfahrten, was die Platzknappheit auf dem ohnehin engen Strassenquerschnitt verschärft und zu Sicherheitsproblemen führt – insbesondere für die Kindergarten- und Schulkinder, die das an der Depotstrasse gelegene Schulhaus besuchen.

Deshalb sollen die Depotstrasse sowie deren Seitenstrassen (kleine Depotstrasse und Muesmattstrasse) nicht nur saniert, sondern auch zu einer Begegnungszone umgestaltet werden.

Mehr Sicherheit – vor allem für die Kinder

Konkret wird die Zahl der Parkplätze von 51 auf 32 reduziert; die Parkfelder werden neu wechselseitig angeordnet, sodass die Fahrspur nicht mehr gradlinig durch die Depotstrasse verläuft.

Während die Fahrbahn zudem auf 3,5 Meter verschmälert und einspurig geführt wird, wird das Trottoir auf der gesamten Länge verbreitert. Die Massnahmen sollen zu einer Reduktion der Fahrgeschwindigkeiten führen.

Beim Schulhaus werden zusätzliche bauliche Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit umgesetzt.

Klimamassnahmen und Baumschutz

Zudem werden sämtliche Parkfelder im Bauperimeter entsiegelt und begrünt – das entspricht einer Gesamtfläche von rund 760 Quadratmetern. Auch werden zusätzliche Bäume und neue Sträucher gepflanzt.

Diese Elemente nach dem «Schwammstadt»-Prinzip dienen dazu, Wasser im Boden zurückzuhalten, was positive Auswirkungen aufs Mikroklima hat und die Kanalisation entlastet.

Die Anpassung an den Klimawandel ist Teil der Energie- und Klimastrategie 2035 der Stadt Bern. Während der Bauarbeiten wird die bestehende Baumallee geschützt: Grabungsarbeiten werden nur von Hand oder, wo möglich, mit einem Saugbagger vorgenommen.

Mit der Sanierung der Strasse werden auch Massnahmen zur Standortverbesserung der Bäume realisiert. So wird der Wurzelraum der Bäume mit Substrat aufgewertet. Dies verbessert deren Wachstum und Standfestigkeit.

Stadtparlament entscheidet

Die Sanierung und Aufwertung der Depotstrasse ist mit Kosten von 4,76 Millionen Franken verbunden. Der Gemeinderat hat den entsprechenden Ausführungskredit zuhanden des Stadtrats genehmigt.

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