Frauenquote

    Wegen Trump: SAP streicht Programme für Geschlechtervielfalt

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    USA,

    Der deutsche Softwarehersteller SAP schafft seine Massnahmen zur Geschlechtervielfalt ab. Der Konzern folgt damit einem von Donald Trump vorgegeben Kurs.

    Trump SAP
    Aufgrund der Politik von US-Präsident Trump verzichtet SAP künftig auf Programme zur Geschlechtervielfalt. (Archivbild) - Keystone

    Der deutsche Softwareriese SAP hat beschlossen, die angestrebte Frauenquote von 40 Prozent nicht weiterzuverfolgen. Grund dafür ist die Politik von Donald Trump, wie das «Handelsblatt» berichtet.

    SAP begründet die Entscheidung mit aktuellen gesetzlichen Entwicklungen in den USA. Das Unternehmen sehe sich laut SWR gezwungen, auf externe Veränderungen zu reagieren.

    Die USA werden demnach künftig bei der Berechnung des Anteils weiblicher Führungskräfte nicht mehr berücksichtigt. Auch bei der Vorstandsvergütung spielt Geschlechtervielfalt keine Rolle mehr, wie «Finanznachrichten» meldet.

    Trump und die Diversity-Programme

    Trump hatte zu Beginn seiner Amtszeit ein Dekret erlassen, das Programme für Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion in US-Bundesbehörden verbietet. Unternehmen mit US-Geschäft stehen dadurch unter Druck, ihre Diversity-Initiativen zu überdenken, wie der «Spiegel» berichtet.

    Dekret Trump SAP
    Donald Trump hat per Dekret Gleichstellungs- und Diversitätsprogrammen eine Absage erteilt. (Symbolbild) - Keystone

    SAP betont, dass eine vielfältige Belegschaft für den Unternehmenserfolg entscheidend sei. Dennoch müsse man sich als global agierendes Unternehmen an lokale Vorschriften halten, wie «Handelsblatt» berichtet.

    Die Zusammenlegung des Diversity & Inclusion Office mit dem Bereich Corporate Social Responsibility ist Teil der Anpassungen. SAP bestätigte diese Änderungen auf Anfrage, wie das «Handelsblatt» meldet.

    Big Player mit Reichweite

    SAP ist Europas grösster Softwarekonzern und beschäftigt weltweit rund 107'000 Mitarbeitende. Er ist in über 180 Ländern aktiv und gilt als führender Anbieter von Unternehmenssoftware.

    Findest du es richtig, wenn sich europäische Unternehmen nach den Vorgaben von Donald Trump richten?

    Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 31,2 Milliarden Euro (rund 30,7 Milliarden Franken). Der Hauptsitz von SAP liegt in Walldorf, Baden-Württemberg.

    Das Unternehmen ist im DAX gelistet und zählt zu den wichtigsten Technologiefirmen der Welt. Die Entscheidung zur Streichung der Frauenquote betrifft damit einen globalen Player mit grossem Einfluss auf die Branche.

    Kommentare

    User #5344 (nicht angemeldet)

    Das man über soetwas überhaupt nachdenken muss. Diese Wokeness gehört, wenn überhaupt, in die Freizeit. in der Wirtschaft zählen andere Faktoren, wie das ständige Verbiegen und politisch korrekt wirken.

    User #5301 (nicht angemeldet)

    Rückkehr zur Normalität.

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