Zahnarzt, Coiffeur: Was hat Epstein alles für Mette-Marit bezahlt?
Mette-Marits einstiger Aufenthalt bei Epstein wurde zu einer kostspieligen Angelegenheit. Sorgte der Sexualstraftäter etwa für das Wohl der Prinzessin?

Das Wichtigste in Kürze
- Kronprinzessin Mette-Marit hielt sich 2013 in einem Anwesen von Epstein auf.
- Dokumente zeigen: Während ihres Aufenthalts floss Geld für Sachwerte und Dienstleistungen.
- Unklar ist, ob der Sexualstraftäter für die Kosten aufkam.
Während Ex-Prinz Andrew (66) um seine Zukunft bangt, gerät auch der norwegische Palast immer weiter unter Druck.
Grund dafür geben die kürzlich enthüllten Verbindungen zwischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) und Jeffrey Epstein (†66).
Seit Aufkommen der Skandal-Schlagzeilen hat sich die Ehefrau von Kronprinz Haakon (52) mehrfach öffentlich entschuldigt. Doch es bleiben Fragen.
Mette-Marit schwärmte von Aufenthalt
Wie bereits bestätigt wurde, verbrachte Mette-Marit Anfang 2013 einige Tage mit einer Freundin auf Epsteins Anwesen in Palm Beach (USA).
Über den Inhalt dieses Aufenthalts liegen keine veröffentlichten Informationen vor. Lediglich bekannt ist, dass die 52-Jährige damals regelrecht den Kontakt zu Epstein suchte.
«Schon lange nicht mehr so viel Frieden gespürt», schrieb sie dem Pädo-Kriminellen nach ihrem Besuch.
Epstein organisierte Zahnarzttermin
Norwegische Medien diskutieren nun darüber, ob dem Aufenthalt von damals auch finanzielle Motive zugrunde liegen. Etwa in der Bezahlung von Sachwerten und diversen Dienstleistungen durch Epstein, wie aus den Skandal-Akten hervorgeht.
In einer Erklärung dementiert der Hof jene Gerüchte allerdings. Es heisst: «Die Kronprinzessin hat weder privat noch für Fonds oder Stiftungen, an denen sie beteiligt ist, Geld von Epstein erhalten. Oder vereinbart, Geld von ihm zu erhalten.»

Laut der norwegischen Zeitung «VG» hatte Epstein der Blaublüterin während ihres Besuchs unter anderem einen Zahnarzttermin organisiert.
Hofsprecherin Guri Varpe bestätigt dies nun: «Epstein empfahl einen Zahnarzt, aber eine Zahnaufhellung war nicht Teil der Behandlung.»
Darüber, von wem die Bezahlung ausging, gibt es aber keine Auskünfte.
Coiffeur, Shoppingtrip, Chauffeur
Des Weiteren geben die Dokumente Aufschluss über einen organisierten Fahrservice durch Epstein, der während Mette-Marits Aufenthalt offenbar im Einsatz war. Ebenso sein langjähriger Freund und Coiffeur Philippe Barr, welcher der Prinzessin einen neuen Haarschnitt verpasst haben soll.
Wer für jene Kosten schlussendlich aufkam, ist bisher ebenfalls unklar.

Damit aber nicht genug: Auch von einem Shopping-Trip in New York, der angeblich am 27. März 2013 stattfand, ist die Rede.
Kontoauszüge belegen eine Überweisung von Epstein in Höhe von 3950 US-Dollar (3000 Franken) an das exklusive Kaufhaus Bergdorf Goodman.
Auch hierzu ist nicht bekannt, ob die Kronprinzessin bestimmte Waren geschenkt bekommen hatte.
Hof-Sprecherin Guri Varpe erklärte gegenüber der Zeitung aber: «Die Kronprinzessin möchte selbst über die Geschehnisse berichten und sich ausführlicher dazu äussern. In der Zwischenzeit möchten wir keine Fragen zu Details im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit beantworten.»
Juristen schliessen Strafverfolgung aus
Wann eine solche Stellungnahme erfolgen soll, ist nicht bekannt.
Eine strafrechtliche Verfolgung gegen Mette-Marit in diesem Zusammenhang hält der Osloer Rechtsprofessor Jo Martin Stigen jedoch für ausgeschlossen.
Im Gespräch mit «VG» erklärt er: «Ich glaube nicht, dass das passieren wird. Nichts von dem, was bisher bekannt geworden ist, deutet darauf hin, dass sie etwas Strafbares begangen hat.»

Es gebe zudem keine Hinweise darauf, dass die Blaublüterin für mögliche Vorteile Gegenleistungen angeboten hat, fügt ein weiterer Experte hinzu. Zuvor hatte der Palast einen Kontakt mit der norwegischen Zentralbehörde für die Aufklärung und Verfolgung von Wirtschafts- und Umweltkriminalität verneint.
Wann sich weitere Details im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre lichten oder die Kronprinzessin selbst Stellung bezieht, bleibt abzuwarten.
Königsfamilie immer unbeliebter
Die norwegische Königsfamilie steckt derzeit in einer Dauerkrise. Nicht zuletzt auch wegen des laufenden Vergewaltigungsprozesses gegen Mette-Marits Sohn, Marius Borg Høiby (29).
Überhäuft von Schlagzeilen und Skandalen wird die öffentliche Kritik am Palast immer lauter – was sich auch in Zahlen niederschlägt.

Laut einer zwischen dem 17. und 19. Februar unter 1009 Norwegern durchgeführten Umfrage unterstützen nur noch 60 Prozent die Monarchie.
Dabei handelt es sich um den niedrigsten je gemessenen Wert, wie der TV-Sender NRK berichtet.





















