Epstein-Opfer kritisierte sie – jetzt meldet sich Mette-Marit

Nach der Entschuldigung im Epstein-Skandal äusserte eine Überlebende ihren Unmut gegenüber Mette-Marit. Die Kronprinzessin solle Verantwortung übernehmen.

Mette-Marit
Mette-Marit sieht sich nach ihrer öffentlichen Entschuldigung mit neuen Vorwürfen konfrontiert. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mette-Marit entschuldigte sich für ihre Freundschaft mit Jeffrey Epstein.
  • Eines der überlebenden Opfer zieht die Kronprinzessin nun zur Rechenschaft.
  • Der norwegische Royal bedauert den früheren Kontakt zu Epstein «zutiefst».

Über dem norwegischen Königshaus hängen weiterhin dunkle Wolken. Nebst dem aktuell laufenden Vergewaltigungsprozess ihres Sohnes Marius (29) steckt Kronprinzessin Mette-Marit (52) selbst im Schlagzeilen-Sumpf. Grund: Die kürzlichen Enthüllungen zum früheren Kontakt mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66).

Eines der überlebenden Opfer, Marina Lacerda (37), sprach im norwegischen Fernsehen über die schlimmen Erfahrungen mit Epstein. Und richtete dabei auch eine klare Botschaft an Mette-Marit: «Eine Entschuldigung wäre schön gewesen. Dass sie die Wahrheit zugibt und sich entschuldigt.»

Mette-Marit bedauert Epstein-Kontakt «zutiefst»

Nun erfuhr die Kronprinzessin von dem Interview – welches sie nicht unkommentiert lässt. In einer Stellungnahme gegenüber dem Sender NRK sagt sie zunächst: «Ich bin zutiefst erschüttert von den Geschichten der vielen Opfer von Epstein und stehe voll und ganz hinter ihnen. Es ist wichtig, dass ihre Stimmen gehört werden, als Frau und Mutter unterstütze ich sie.»

Die 52-Jährige zeigt Reue für ihr Verhalten von damals: «Jeffrey Epstein trägt die Verantwortung für seine Taten. Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich Epsteins Hintergrund nicht gründlicher geprüft und nicht schnell genug erkannt habe, was für ein Mensch er war. Ich bedauere das zutiefst.»

Hätte sich Mette-Marit früher entschuldigen sollen?

Die norwegische Kronprinzessin soll über Jahre privaten Kontakt zu dem Sexualstraftäter gehabt haben. Auch, nachdem er bereits zum ersten Mal verurteilt worden war und eine Haftstrafe abgesessen hatte. Für ihre Freundschaft zu Epstein hat sich die 52-Jährige bislang nur schriftlich entschuldigt.

Was Lacerda, die Epstein im Alter von 14 Jahren begegnete, nicht nachvollziehen kann: Während ihres Kontakts mit dem Sexualstraftäter war die Kronprinzessin bereits selbst Mutter. Dass die Thematik erst jetzt aufkommt, ist für Lacerda eine bittere Erkenntnis.

«Was wäre, wenn es ihre Tochter gewesen wäre?»

Im TV kritisiert die Frau die Haltung des Royals: «Wir müssen nicht nur an die Überlebenden denken, sondern auch an die Kinder, die daraus erwachsen werden. Was wäre, wenn es ihre Tochter gewesen wäre, oder ihr Sohn? Dann hätte sie für die Wahrheit gekämpft und dafür gesorgt, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.»

Epstein
Epstein-Opfer Marina Lacerda reagiert im norwegischen TV auf die erste Entschuldigung der Kronprinzessin. - NRK

Dass die Kronprinzessin und andere Umgang mit Epstein hatten, finde sie «abscheulich».

Mette-Marit sei nicht nur Mutter und Prinzessin. Sondern auch eine Frau, die Macht habe, mit ihrer Stimme die Welt zu verändern. Als solche müsse sie ehrlich sein und Verantwortung für ihren Kontakt zu Epstein übernehmen.

Lacerda fordert: «Das ist der erste Schritt: Verantwortung dafür zu übernehmen, dass sie Gespräche mit ihm hatte, mit ihm geflirtet hat. Auch nachdem sie ihn gegoogelt und herausgefunden hat, dass die Dinge nicht gut für ihn aussahen.»

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