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    Von Schülerin zur ESC-Siegerin: Der unglaubliche Aufstieg von Dara

    Cheri Reinhardt
    Cheri Reinhardt

    Österreich,

    2015 stand sie als 16-jährige Schülerin auf der X-Factor-Bühne. Elf Jahre später gewinnt sie den ESC mit «Bangaranga».

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    Dara - Instagram/novinite_na_nova

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dara gewann mit «Bangaranga» den ESC 2026 für Bulgarien.
    • Schon 2015 trat sie bei «X-Factor Bulgaria» auf.
    • Damals wurde sie Dritte und von Rapper Krisko betreut.
    • Heute gilt sie als eine der bekanntesten Popstimmen Bulgariens.

    2015 steht Dara (27) auf der X-Factor-Bühne in Sofia. Weisses Crop-Top, Jeans-Shorts, der Blick geradeaus. Sie ist 16, kommt aus Warna, ist Schülerin. Und sie singt, als hätte sie ihr ganzes Leben auf genau diesen Moment gewartet.

    Die Dritte, die alle wollten

    Den Sieg holt sie damals nicht. Dara belegt Platz drei. Ihr Mentor ist der bulgarische Rapper Krisko (38). In der Jury sitzt Lucy Diakovska (50) von den No Angels und erkennt sofort, was sie vor sich hat.

    Elf Jahre später steht Dara mit «Bangaranga» auf der ESC-Bühne und schreibt für Bulgarien Geschichte.

    Dara Darina Jotowa
    Dara kann es kaum fassen: Mit «Bangaranga» holte sie in Wien den ESC-Sieg für Bulgarien. - Keystone

    Dass es überhaupt zur Musik kam, war kein Plan. Als Kind träumte Dara davon, Köchin oder Kunstturnerin zu werden.

    Mit sieben Jahren sang sie zum ersten Mal Folklore, auf Initiative ihrer Mutter. In der vierten Klasse kam Tanzen dazu. Ballett versuchte sie kurz. Nichts für sie.

    Kunstschule, Folklore, Schwarzes Meer

    Dara wuchs in Warna auf, der Hafenstadt am Schwarzen Meer. Sie besuchte die Kunstschule von Dobri Hristow, mit Schwerpunkt Pop- und Jazzgesang, dazu traditionelle bulgarische Folklore.

    Dieser Hintergrund prägte sie stark. Die Wucht des alten Volksgesangs, die rauen Stimmen, die dramatischen Melodien. All das hört man heute auch in «Bangaranga».

    Gönnst du Dara den ESC-Sieg?

    Fünf Monate nach X-Factor stellte sie ihre Debütsingle vor: «K'vo ne chu» – «Was ich nicht gehört hab». Diese verblieb danach zwölf Wochen in Folge auf Platz eins der meistgespielten bulgarischen Songs in Radio und TV.

    Vom Star zur Macherin

    In den Jahren danach entwickelte sie sich zu einer wichtigen Stimme der bulgarischen Popmusik. Mehrere Nummer-eins-Hits, ausverkaufte Konzerte. Schliesslich der Sprung auf die andere Seite: Als Coach bei «The Voice of Bulgaria» begleitete sie junge Talente, mittlerweile zum fünften Mal in Folge.

    2022 erschien ihr erstes Album «Rodena takava» – «So geboren». 2025 folgte «ADHDara»: ein Album über ihre späte ADHS-Diagnose. In Interviews erzählte sie, dass das Syndrom und die innere Dauerenergie ein Teil ihrer Persönlichkeit und ihres kreativen Schaffens sind.

    Dara Darina Jotowa
    Dara mit ihrem Mann Erwin. Er soll sie zur ESC-Teilnahme motiviert haben. - Instagram/darnadude

    Den Anstoss zum ESC gab ihr Ehemann Erwin, ein Arzt, sie heirateten 2025 in Thailand. «Ich will ihm danken, weil er mich zur Teilnahme motivierte», sagte sie nach dem Sieg in Wien.

    «Bangaranga» – Tumult, Aufruhr, Chaos

    «Bangaranga» heisst im jamaikanischen Slang Tumult, Aufruhr oder Chaos. Genau so fühlte sich der Finalabend am Ende an.

    Bis kurz vor Schluss sahen die Wettbüros noch das finnische Duo vorne. Dann kamen die Punkte und, Dara zog vorbei.

    Sie erhielt 204 Punkte von der Jury und 312 vom Publikum. Total: 516 Punkte. Damit gewann sie beide Wertungen. Das hatte es beim ESC seit 2017 nicht mehr gegeben.

    Bulgariens Vizepräsidentin Iliyana Yotowa – die zufällig denselben Nachnamen trägt – hatte noch vor dem Finale auf Facebook geschrieben: «Du bist bereits die Nummer eins in den Herzen aller Bulgaren. Jetzt wirst du Europa erobern.» Sie hatte recht.

    2027 findet der Eurovision Song Contest zum ersten Mal in Bulgarien statt. Die Schülerin aus Warna ist angekommen und bringt den Singwettbewerb zu sich nach Hause.

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    Kommentare

    User #2598 (nicht angemeldet)

    also ich bin voll für Events wenns um Spezielle Kategorien geht - soll man fördern, weil akzeptanz und Toleranz und so hab ich gehört! da ist halt das FAchgebiet musigg - statt Sport wie bei den Paralympics.. Muss man Ehren..! lol..

    User #2598 (nicht angemeldet)

    lustig ^^ wenn ich ESC vergleiche mit paralympics wird die Beleidigung von behinderten Leistungsportlern als Grund der Nicht-Publikation genannt hmmm... ^^ ja eigentlich korrekt - aber nur wenn man den ESC als Beleidigung auffast oder schlecht über Parylympics denkt - nicht...?

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