Österreich baut heimische Gas-Förderung aus
In Österreich ist ein Gasfeld in Betrieb genommen worden, das im Endausbau den Anteil der heimischen Gasproduktion verdoppeln kann. Es handle sich um ein Projekt mit strategischer Bedeutung, sagte Österreichs Kanzler Christian Stocker (ÖVP).

Das Vorhaben stehe nicht im Widerspruch zum Ziel der Dekarbonisierung, sagte der Chef des Öl-, Gas- und Chemiekonzerns OMV, Alfred Stern am Montag. Eine funktionierende Energie- und Wärmewende brauche Verlässlichkeit und stabile Übergangslösungen.
Bei dem Projekt in Wittau in der Nähe von Wien handelt es sich nach Angaben der OMV um die Nutzung des grössten Gasfunds in Österreich seit 40 Jahren. Das Gasfeld in 5000 Metern Tiefe umfasse förderbare Ressourcen von etwa 48 Terawattstunden – das entspreche 28 Millionen Fass Öläquivalent. Die Gasförderung in Österreich könne damit um 15 Jahre verlängert werden.
Heimische Ressourcen machen aktuell etwa sieben Prozent des Gasverbrauchs der Alpenrepublik aus. In einem ersten Schritt könne dieser Anteil um etwa 50 Prozent gesteigert werden, hiess es. Das Gas aus Wittau werde bereits im Winter 2026/2027 zur Verfügung stehen.
In Deutschland ist der Anteil heimischer Gasproduktion geringer. Er liegt nach Angaben des Bundesverbands Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) bei knapp fünf Prozent des deutschen Erdgasbedarfs. Fast das gesamte heimische Erdgas wird in Niedersachsen gefördert.










