Strasser: «Fridays for Future» ist ziviler Ungehorsam

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Deutschland,

In den 1960er Jahre ging er selbst gegen das Establishment auf die Strasse. Johano Strasser hat Sympathien für Schüler, die sich für das Klima einsetzen.

Der Schriftsteller und Politologe Johano Strasser 2013 auf der Frankfurter Buchmesse. Foto: Uwe Zucchi
Der Schriftsteller und Politologe Johano Strasser 2013 auf der Frankfurter Buchmesse. Foto: Uwe Zucchi - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Publizist und ehemalige Präsident des deutschen PEN-Zentrums, Johano Strasser, begrüsst die «Fridays for Future»-Bewegung - und sieht das Schuleschwänzen als notwendigen Akt des zivilen Ungehorsams.

«Wenn die Routine in der öffentlichen Verwaltung und in der Politik in die falsche Richtung geht, ist es notwendig, dass man einen Sprengsatz anbringt - im übertragenen Sinne. Dann ist es notwendig, dass man lauter wird», sagte Strasser, der am Mittwoch (1. Mai) 80 Jahre alt wird.

«Ziviler Widerstand gehört zur Demokratie dazu.» Man müsse dann freilich die damit verbundenen Sanktionen in Kauf nehmen, sagte er mit Blick auf Schulverweise. Aber: «Die Frage des Bruchs des Unterrichtszwangs finde ich völlig unbedeutend, wenn man ihn vergleicht mit der Wichtigkeit der Themen, die hier artikuliert werden», sagte Strasser, der in den 1960er Jahren gegen das Establishment auf die Strasse ging. «Ich bin sehr, sehr froh, dass jetzt die jungen Leute an diesen Freitagen auf die Strasse gehen und sehr deutlich machen, dass in ihrem Interesse Wandel notwendig ist.»

Der Schulstreik der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg, die seit vergangenem Sommer jeden Freitag für mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz demonstriert, hat weltweit Menschen zu Aktionen unter dem Motto «Fridays for Future» inspiriert.

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