Staunen in Spiez BE: Heli schiesst Leucht-Raketen ab – was ist los?
Tieffliegende Helikopter und Leuchtraketen über Spiez BE sorgen für Aufsehen. Viele fragen sich: Was ist da los?
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Das Wichtigste in Kürze
- Aufregung im Berner Oberland: Armee und Polizei trainierten den Ernstfall.
- Die Übung «FIDES26» simuliert eine Bedrohung mit mehreren Anschlägen.
- Das ABC-KAMIR-Zentrum in Spiez BE bildete einen wichtigen Übungsort.
Tieffliegende Helikopter über Spiez BE haben am Wochenende für Aufsehen gesorgt. Mehrere Anwohner meldeten ungewöhnliche Flugbewegungen und laute Geräusche – in sozialen Medien wird eifrig spekuliert.
Die Szenen sorgen für Verunsicherung und werfen die Frage auf: Was genau passiert im Berner Oberland?
Kein Grund zur Sorge. Denn: «Es handelt sich um die Übung FIDES26, welche heute Dienstag abgeschlossen wird», bestätigt das Schweizer Militär gegenüber Nau.ch.
Helikopter über dem Thunersee
Bei «FIDES26» handelt es sich um eine gemeinsame Übung von Polizei und Armee im Kanton Bern. Bei der ein Ernstfall – etwa eine Terrorlage – trainiert wird. Im Zentrum stand das Szenario einer länger andauernden hybriden Bedrohung mit mehreren Anschlägen im Raum Bern.
Doch warum fliegt der Superpuma-Helikopter über Spiez BE?
«In Spiez gibt es verschiedene Übungsmodule. Armeehelikopter sind im Einsatz. Es handelt sich dabei um einen Teil der Übung FIDES26», schreibt die Kapo Bern auf X.

Kein Zufall: In Spiez befindet sich das Kompetenzzentrum «ABC-KAMIR». Dies ist die Fachstelle der Schweizer Armee für alle Belange im Zusammenhang mit nuklearen, biologischen und chemischen Risiken.
Übung soll auch abschrecken
Die Übung «FIDES26» dauerte vom 12. bis 15. September und wurde also heute Dienstag beendet. Die Kapo Bern und die Schweizer Armee haben ein positives Fazit zu ihrer gemeinsamen Übung gezogen.

«Vieles läuft bereits gut», sagt Christian Brenzikofer, Kommandant der Kantonspolizei Bern, in der Medienkonferenz. Eine Übung solle nicht nur bestätigen, dass alles richtig gemacht werde. Sie solle auch aufzeigen, wo noch Verbesserungsbedarf bestehe, fügt er hinzu.
Raynald Droz, Kommandant der Territorialdivision 1 der Schweizer Armee, ergänzt: Der Schutz kritischer Infrastrukturen sei eine gemeinsame Aufgabe.
Die Wirksamkeit hänge von «klaren Zuständigkeiten, bewährten Schnittstellen und sich ergänzenden Fähigkeiten» ab.

Auch der Berner Sicherheitsdirektor Philippe Müller (FDP) zeigte sich zufrieden: «Wir sind parat.» Die Übung habe ein Zeichen der Abschreckung ausgesendet.










