Staunen in Spiez BE: Heli schiesst Leucht-Raketen ab – was ist los?

    Tieffliegende Helikopter und Leuchtraketen über Spiez BE sorgen für Aufsehen. Viele fragen sich: Was ist da los?

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    Armeehelikopter in Spiez BE. - Quelle: Facebook/@nicomüller

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aufregung im Berner Oberland: Armee und Polizei trainierten den Ernstfall.
    • Die Übung «FIDES26» simuliert eine Bedrohung mit mehreren Anschlägen.
    • Das ABC-KAMIR-Zentrum in Spiez BE bildete einen wichtigen Übungsort.

    Tieffliegende Helikopter über Spiez BE haben am Wochenende für Aufsehen gesorgt. Mehrere Anwohner meldeten ungewöhnliche Flugbewegungen und laute Geräusche – in sozialen Medien wird eifrig spekuliert.

    Die Szenen sorgen für Verunsicherung und werfen die Frage auf: Was genau passiert im Berner Oberland?

    Hast du ein erhöhtes Armeeaufkommen im Raum Bern bemerkt?

    Kein Grund zur Sorge. Denn: «Es handelt sich um die Übung FIDES26, welche heute Dienstag abgeschlossen wird», bestätigt das Schweizer Militär gegenüber Nau.ch.

    Helikopter über dem Thunersee

    Bei «FIDES26» handelt es sich um eine gemeinsame Übung von Polizei und Armee im Kanton Bern. Bei der ein Ernstfall – etwa eine Terrorlage – trainiert wird. Im Zentrum stand das Szenario einer länger andauernden hybriden Bedrohung mit mehreren Anschlägen im Raum Bern.

    Doch warum fliegt der Superpuma-Helikopter über Spiez BE?

    «In Spiez gibt es verschiedene Übungsmodule. Armeehelikopter sind im Einsatz. Es handelt sich dabei um einen Teil der Übung FIDES26», schreibt die Kapo Bern auf X.

    Spiez
    Das Labor Spiez ist das zivile Kompetenzzentrum der Schweiz für ABC-Gefahren und arbeitet eng mit der Armee zusammen. - GoogleMaps

    Kein Zufall: In Spiez befindet sich das Kompetenzzentrum «ABC-KAMIR». Dies ist die Fachstelle der Schweizer Armee für alle Belange im Zusammenhang mit nuklearen, biologischen und chemischen Risiken.

    Übung soll auch abschrecken

    Die Übung «FIDES26» dauerte vom 12. bis 15. September und wurde also heute Dienstag beendet. Die Kapo Bern und die Schweizer Armee haben ein positives Fazit zu ihrer gemeinsamen Übung gezogen.

    Bundeshaus
    Auch ein nächtlicher Einsatz am Bundeshaus in Bern hat stattgefunden. - SchweizerArmee

    «Vieles läuft bereits gut», sagt Christian Brenzikofer, Kommandant der Kantonspolizei Bern, in der Medienkonferenz. Eine Übung solle nicht nur bestätigen, dass alles richtig gemacht werde. Sie solle auch aufzeigen, wo noch Verbesserungsbedarf bestehe, fügt er hinzu.

    Raynald Droz, Kommandant der Territorialdivision 1 der Schweizer Armee, ergänzt: Der Schutz kritischer Infrastrukturen sei eine gemeinsame Aufgabe.

    Die Wirksamkeit hänge von «klaren Zuständigkeiten, bewährten Schnittstellen und sich ergänzenden Fähigkeiten» ab.

    Bern
    Fiktives Szenario bei «FIDES26»: Bei einem Soldaten wird nach einem Einsatz auf Radioaktivität getestet. - keystone

    Auch der Berner Sicherheitsdirektor Philippe Müller (FDP) zeigte sich zufrieden: «Wir sind parat.» Die Übung habe ein Zeichen der Abschreckung ausgesendet.

    Kommentare

    User #4779 (nicht angemeldet)

    Das waren sog. Flares. Leuchtraketen dürfen nämlich nur am 1. August abgefeuert werden.

    User #3008 (nicht angemeldet)

    Statt in Social Media nachfragen und verwirrt überall posten, einfach mal im Voraus nur 5 Minuten täglich in lokale News schauen. Oder während der übung kurz in die Suchmaschine eingeben was passiert, und man findet fast immer die Hinweise darauf. Aber schwierig heutzutage.

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