Treffen von J.K. Rowling und Königin Camilla sorgt für Entsetzen
Nach ihrem Treffen mit J.K. Rowling hagelt es für Königin Camilla harsche Kritik. Hintergrund sind umstrittene Aussagen der Autorin zu Transgender-Themen.

Das Wichtigste in Kürze
- Königin Camilla empfing während der schottischen Royal Week die Autorin J.K. Rowling.
- Im Netz sorgt das Treffen für Kritik. Viele Royal-Fans stören sich daran, dass es noch im Pride Month Juni stattfand.
- Hintergrund: Die «Harry Potter»-Autorin steht wegen ihrer Aussagen zu Transgender-Themen seit Jahren in der Kritik.
Da sind einige not amused!
Die schottische Royal Week gilt als wichtiger Termin für die britische Monarchie – sie steht für Tradition, Repräsentation und Nähe zur Bevölkerung. Am Dienstag empfing Königin Camilla (78) im Palast von Holyroodhouse in Edinburgh «Harry Potter»-Autorin J.K. Rowling (60).
Hintergrund des Treffens war die Vermittlung von Lesekompetenz an Kinder. Man teile «eine gemeinsame Leidenschaft für Bücher und ein tiefes Engagement dafür, dass Kinder zum Vergnügen lesen», heisst es in einem offiziellen Instagram-Post der britischen Königsfamilie.
Weiter schreibt der Palast über den Termin: «Ihre Majestät und Frau Rowling sprachen darüber, wie wichtig es ist, jungen Menschen den Zugang zu Büchern zu ermöglichen. Und über die entscheidende Rolle, die das Lesen dabei spielt, künftigen Generationen Türen zu öffnen.»
«Bin so enttäuscht von Camilla»
Doch im Netz sorgt der Instagram-Post für reichlich Empörung. Seit Jahren fällt Rowling mit umstrittenen Aussagen rund um Geschlechtsidentitäten auf – Kritiker werfen ihr Transfeindlichkeit vor.
Dass die Veröffentlichung des Fotos auf den Juni – bekannt als Pride Month – fällt, ist vielen ein Dorn im Auge.
In der Kommentarspalte wird die Ehefrau von König Charles III. (77) unter anderem als «erbärmlich» beschimpft, die Autorin wiederum als «Königin der Transphoben». Besonders häufig zu sehen ist die Transgender-Flagge, mit der einige User auf die Rechte von transgeschlechtlichen Personen aufmerksam machen wollen.

Jemand schreibt: «Ich tief enttäuscht, dass sie einen Plattform für JKR gibt, jeden Monat, aber besonders während des Pride-Monats.» Auch dieser User macht deutlich: «Ich bin so enttäuscht von Camilla, dass sie mit dieser Frau posiert.»
Dennoch stellen sich einige auch hinter Rowling und verweisen auf ihr Recht auf eine eigene Meinung. «Zwei fantastische Frauen! Das bringt mich zum Lächeln», heisst es unter anderem.
Bruch mit «Harry Potter»-Gesichtern
Die Autorin hatte im Oktober 2023 auf den Satz «Trans-Frauen sind Frauen» öffentlich mit einem knappen «Nein» reagiert. Die heute 60-Jährige erklärte, sie würde für ihre Überzeugungen notfalls ins Gefängnis gehen.
Ihre Haltung führte zu einem Bruch mit früheren «Harry Potter»-Weggefährten. Darsteller wie Daniel Radcliffe (36) und Emma Watson (36) distanzierten sich daraufhin öffentlich von Rowling.

Königin Camilla ist in mehreren literarischen Organisationen als Schirmherrin aktiv. Aus ihrem während des Corona-Lockdowns entstandenen Instagram-Buchclub ging später die Wohltätigkeitsorganisation «The Queen's Reading Room» hervor.
2023 hatte sie Autoren ermutigt, sich nicht von jenen bremsen zu lassen, die «die Freiheit Ihres Ausdrucks einschränken» wollten. Der Appell fiel im Zusammenhang mit den überarbeiteten Neuauflagen von Kinderbuchautor Roald Dahl (1916–1990), der auch durch antisemitische Aussagen aufgefallen war.
















