Was gab es wohl beim 80. Geburtstag von Max Liebermann für die Festgäste zu essen? Eine Menükarte aus dem Jahr 1927 gibt Auskunft.
Die Liebermann-Villa am Wannsee. Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Die Liebermann-Villa am Wannsee. Foto: Wolfgang Kumm/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Festgäste haben sich auf «Oxtail-Suppe», «Ostender Steinbutt», «Reh=rücken» oder «Omelette surprise» einstellen können.

Zur Feier des 80. Geburtstags von Max Liebermann 1927 hatte Martha Liebermann, Frau eines der wichtigsten deutschen Impressionisten, ein Festmenü im «Schwedischen Pavillon» zusammenstellen lassen. Ein Original der kunstvoll verzierten Menükarte hat die Liebermann-Villa am Wannsee in Berlin nach Angaben vom Donnerstag als Schenkung in ihre Sammlung bekommen.

Neben vier lithografierten Zeichnungen des Malers Max Slevogt zur Menüfolge enthält die Karte fünfzehn Unterschriften von Festtagsgästen, die sich teils mit Widmungen und Glückwünschen bei Martha Liebermann bedanken.

«Diese Menükarte ist ein aussergewöhnliches Dokument der Berliner Kunst- und Kulturszene der späten zwanziger Jahre», sagte Direktorin Lucy Wasensteiner zur Schenkung von Wolfgang Immenhausen aus Anlass seines Ausscheidens aus dem Vorstand der Max-Liebermann-Gesellschaft. In der Zeit nach 1933 sei die Karte im Zuge der Verfolgung durch die Nationalsozialisten abhandengekommen. Das «glanzvolle Zeugnis der bewegenden Geschichte von Max und Martha Liebermann» solle Anfang 2022 zusammen mit anderen Schenkungen ausgestellt werden.

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