Klage

    Romy Schneider: Ihr Ex-Mann verteidigt mit Klage ihre Ehre

    Anna Baumert
    Anna Baumert

    Frankreich,

    Daniel Biasini wehrt sich im Namen von Romy Schneider gegen Behauptungen von Alice Schwarzer. Er fordert die Entfernung von zehn Passagen aus der deren Buch.

    Romy Schneider
    Die Graphic Novel «Romy Schneider – Ich bin nicht mehr Sissi» zeigt das Leben der Schauspielerin auf ungewöhnliche Weise. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Alice Schwarzer veröffentlichte 2018 ein Buch über Romy Schneider.
    • Darin thematisiert sie unter anderem eine Affäre von Magda Schneider mit Adolf Hitler.
    • Daniel Biasini will mit einer Klage das Andenken seiner Ex-Frau verteidigen.

    In ihrem Buch «Romy Schneider intime» beschreibt die Journalistin und Publizistin Alice Schwarzer das Leben der deutsch-französischen Schauspielerin (†43). Darin schreibt sie unter anderem über ein Verhältnis von Romy Schneiders Mutter mit Adolf Hitler.

    Romys Ex-Mann Daniel Biasini (72) scheiterte im Dezember 2019 in erster Instanz mit einer Klage gegen den Verlag. Daraufhin legte er in Paris Berufung ein: Die Verhandlung ist auf den 24. Februar angesetzt.

    Romy Schneider: Ex-Mann wehrt sich gegen Behauptungen

    Biasini bezeichnet Schwarzer als «Lügnerin» und hat es sich zum Ziel gesetzt, die Ehre seiner verstorbenen Ex-Frau zu verteidigen. Dies berichtet die «Bild»-Zeitung. Konkret verlangt er, dass zehn Passagen aus dem Werk gestrichen werden, sowie 40'000 Euro Schmerzensgeld.

    Die Behauptung, Magda Schneider hätte mit Adolf Hitler geschlafen, sei «zu hundert Prozent falsch». Schwarzer, die sich auf eine vermeintliche Aussage der «Sissi»-Darstellerin bezieht, solle dafür Beweise vorlegen, fordert Biasini.

    romy schneider
    Romy Schneider und ihre Mutter Magda Schneider umarmen sich in Hamburg. - Keystone

    Mit seiner Klage will er ebenfalls erreichen, dass einige Textausschnitte bezüglich ihrer Ehe aus dem Buch entfernt werden. So schreibt Schwarzer etwa, Biasini hätte Affären gehabt und Schneider hätte ihm Jachten, Ferraris und Reisen bezahlt. Die Autorin bringt ihn ausserdem mit einer Fehlgeburt, die seine Frau erlitt, in Verbindung: Er trage eine Mitschuld, da er zu schnell fuhr und somit einen Unfall baute.

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