Prinz Harry macht bei Ukraine-Besuch klar: «Bleibe Teil der Royals»

    Cheri Reinhardt
    Cheri Reinhardt

    Ukraine,

    Prinz Harry reist überraschend in die Ukraine und sendet eine klare Botschaft nach London. Er weist zurück, kein arbeitender Royal mehr zu sein.

    Prinz Harry
    Prinz Harry setzt in der Ukraine ein Zeichen und betont: Trotz Megxit sieht er sich weiter als Teil der Royal Family. - The Halo Trust

    Das Wichtigste in Kürze

    • Prinz Harry ist offiziell kein arbeitender Royal mehr.
    • Der 41-Jährige sieht sich trotzdem weiter als Teil der Royal Family.

    Prinz Harry ist offiziell kein arbeitender Royal mehr. Doch aus der königlichen Familie will er sich nicht herausdefinieren lassen.

    Bei einem Besuch in der Ukraine machte der 41-Jährige nun deutlich, wie er seine Rolle sieht. Auf die Frage, ob er sich als «nicht arbeitendes Mitglied des Königshauses» sehe, antwortete Harry knapp: «Nein.»

    Dann legte er nach: «Ich werde immer Teil der königlichen Familie sein», sagte er im Interview mit ITV. Für Harry ist der Bruch mit dem Palast also offenbar kein Bruch mit seiner Herkunft.

    Seit dem Megxit 2020 gilt Harry offiziell nicht mehr als «working royal». Königliche Aufgaben im Auftrag des Palasts nimmt er nicht mehr wahr. Trotzdem beansprucht er weiter eine Rolle, die über reine Familienzugehörigkeit hinausgeht.

    Prinz Harry will sich nicht aus Royals lösen lassen

    Harry machte im Interview klar, dass er seine Arbeit weiter als Dienst versteht. Er sei in der Ukraine, «um zu arbeiten und die Dinge zu tun, für die ich geboren wurde».

    Damit zieht der Herzog von Sussex eine klare Grenze zwischen Palastpflichten und persönlichem Auftrag. Offiziell ist er raus. Emotional und öffentlich sieht er sich aber weiter als Teil der Royal Family.

    Genau dieser Punkt sorgt seit Jahren für Spannungen. Queen Elizabeth II. hatte nach dem Rückzug von Harry und Meghan klargemacht, dass es keine Lösung «halb drin, halb draussen» geben könne.

    Ukraine-Reise wird zur Botschaft

    Der Anlass für Harrys Aussagen war sein Besuch in der Ukraine. Dort schloss er sich der Minenräumorganisation HALO Trust an.

    Nahe der Stadt Butscha liess sich Harry neue Technologien zur Minensuche zeigen. Dazu gehören Drohnen, Roboter und computergestützte Systeme.

    Die Reise passt zu Harrys öffentlichem Selbstbild. Er will auf Themen aufmerksam machen, die aus den Schlagzeilen verschwinden, weil neue Krisen sie verdrängen.

    Auf den Spuren von Diana

    Der Einsatz erinnert auch an seine Mutter Diana (†1997). Sie hatte 1997 in Angola ein Minenfeld besucht und damit weltweit Aufmerksamkeit auf die Gefahr von Landminen gelenkt.

    Prinzessin Diana
    Prinzessin Diana machte 1997 mit ihrem Gang durch ein Minenfeld in Angola weltweit auf die Gefahr von Landminen aufmerksam. - The Halo Trust

    Prinz Harry knüpft daran sichtbar an. Die HALO Trust war bereits damals eng mit Dianas Einsatz verbunden.

    Für Harry ist das mehr als ein symbolischer Termin. Er stellt sich damit in eine familiäre Tradition, die nicht vom Palast verwaltet wird, sondern mit Dianas Vermächtnis verbunden ist.

    Bruch mit dem Palast bleibt tief

    Trotz Harrys Bekenntnis zur Familie bleibt der Bruch mit dem Königshaus tief. Seit 2020 leben Harry und Meghan (44) in Kalifornien.

    Das Paar legte seine offiziellen Rollen nieder, gab Interviews, veröffentlichte eine Netflix-Doku und Harry schrieb seine Memoiren «Spare».

    All das belastete das Verhältnis zu König Charles und Prinz William massiv. Laut Royal-Biografin Sally Bedell Smith liegt das Kernproblem beim Vertrauen.

    Harry spricht über Charles

    Im Interview wurde Prinz Harry auch persönlich. «Das Leben ist kostbar. Ich weiss nicht, wie viel Zeit mein Vater noch hat», sagte er.

    Soll Harry trotz Megxit weiter als Royal auftreten?

    Damit spielte er auf die Krebserkrankung von König Charles III (77) an. Harry hatte zuletzt mehrfach betont, dass er sich eine Versöhnung wünsche.

    Harrys Sicherheitsstreit mit dem britischen Staat

    Parallel zu seinem humanitären Einsatz kämpft Harry weiterhin um staatlichen Personenschutz in Grossbritannien. Er verlor zuletzt einen entsprechenden Rechtsstreit. Sein Schutz war ihm aberkannt worden, als er seine offizielle Rolle aufgab. Prinz Harry argumentiert, er und seine Familie seien bei Besuchen in Grossbritannien weiterhin gefährdet.

    Die Frage, ob ehemalige Royals Anspruch auf staatlichen Schutz haben, ist in Grossbritannien rechtlich umstritten. Harry finanziert seinen privaten Schutz derzeit selbst, was er als unfair bezeichnet. Der Streit belastet nach eigenen Angaben auch sein Verhältnis zur Familie.«

    Kommentare

    User #5473 (nicht angemeldet)

    Dianas Bruder ist Rothaarig, falls ihr das noch nicht gesehen habt-.

    User #5473 (nicht angemeldet)

    Er wollte keine Verantwortung mehr - also ist er raus. Die Rest der Königsfamilie arbeitet für das land - er nicht.

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