Ukraine sieht sich im Drohnenkrieg zunehmend im Vorteil
Die Ukraine gewinnt eigener Einschätzung nach im Krieg gegen Russland beim Einsatz von Drohnen die Oberhand. «Heute können wir mit gutem Grund behaupten, dass die Ukraine im Wettstreit um Technologie, Innovation und Produktionskapazitäten dem Gegner zumindest in nichts nachsteht und ihm in einzelnen Bereichen sogar voraus ist», sagte Armeechef Olexander Syrskyj gemäss einer Mitteilung bei Telegram.

Bei frontnahen ferngesteuerten Drohnen liege das Verhältnis bei 1,5 zu 1 zugunsten der ukrainischen Truppen und verbessere sich weiter. Im Mai seien bereits 12,7 Prozent mehr gegnerische Ziele getroffen worden als im April.
Dazu haben ukrainische Drohnenpiloten seit Jahresbeginn Syrskyj zufolge 12.500 mehr russische Soldaten ausser Gefecht gesetzt, als Moskau im gleichen Zeitraum anwerben konnte. Der General hob ebenso hervor, dass seine Drohnentruppen im russischen Hinterland bis zu 200 Kilometer hinter der Frontlinie immer effektiver und massenhafter Drohnen einsetzen. Die Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Erst am Dienstag hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj per Dekret den 11. Juni zum Tag der Drohnenstreitkräfte erklärt. Insbesondere seit März greifen ukrainische Drohnen verstärkt Ziele weit hinter der Frontlinie im zuvor russisch kontrollierten Hinterland an. Schläge auf Anlagen der russischen Ölindustrie und Versorgungsrouten führen bereits zu Engpässen an den Tankstellen im grenznahen Gebiet.










