Prinz Harry: «Drachen töten» – er jubelt nach Sieg vor Gericht!

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Grossbritannien,

Prinz Harry erzielt heute vor Gericht einen Sieg gegen den «Mirror»-Verlag. Jetzt gibt es für ihn Grund zum Feiern.

Prinz Harry
Prinz Harry ist kein Fan der britischen Boulevardzeitungen. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der «Mirror»-Verlag hat das Handy des Royals gehackt.
  • Prinz Harry steht ein Schadenersatz in Höhe von 154'000 Franken zu.
  • Nach dem Sieg vor Gericht gibt es für Harry Grund zu Feiern.

Er selbst sieht sich als Reformer der Medienlandschaft und «Drachentöter»: Prinz Harry (39) hat im Prozess um Telefon-Hacking und andere illegale Recherchemethoden einen Sieg gegen den «Mirror»-Verlag errungen.

Journalisten der Blätter «Daily Mirror», «Sunday Mirror» und «People» hatten durch Abhören von Telefonnachrichten Informationen über Harrys Privatleben erlangt. Diese wurden dann als Schlagzeilen vermarktet.

Zu diesem Schluss gelangte Richter Timothy Fancourt vom Londoner High Court heute, Freitag.

Zwar setzte sich der jüngere Sohn von König Charles III. (75) mit seinen Forderungen nur teilweise durch. Doch er zeigte sich mit dem Ausgang des Prozesses, in dem er selbst als Zeuge aufgetreten war, zufrieden.

Wurde Ihr Telefon schon mal gehackt?

Prinz Harry erhält «nur» 155'000 Franken

In einem Statement schrieb Prinz Harry: «Mir wurde gesagt, dass man sich beim Drachentöten verbrennt. Im Lichte des heutigen Siegs und der Bedeutung dessen, was man für eine freie, ehrliche Presse tun muss, ist es der Preis, der sich zu zahlen lohnt.»

15 von 33 beanstandete Artikel über Prinz Harry seien das Ergebnis illegaler Informationsbeschaffung gewesen, hiess es. Dem Herzog von Sussex steht demnach Schadenersatz in Höhe von 140'600 Pfund zu. Das sind in etwa 155'000 Franken.

Prinz Harry Charles
Prinz Harry erhält «nur» 155'000 Franken. - keystone

Die Summe sei moderat ausgefallen, weil die Zeitungen der «Mirror»-Gruppe nicht die einzigen gewesen seien, die zum Unrecht beigetragen hätten.

Trotzdem ist die Entscheidung ein Meilenstein für den Prinzen, der einen regelrechten Kreuzzug gegen die Boulevardpresse führt. Immer wieder hatte er deutlich gemacht, dass er den Unfalltod seiner Mutter Diana (†36) 1997 den Paparazzi anlastet. Die waren ihr und ihrem Begleiter damals auf den Fersen.

Zerwürfnis mit Familie wegen Boulevard-Medien?

Auch den Austritt aus der Königsfamilie und das Familien-Zerwürfnis lastet er den Boulevard-Medien an. Diese folgen ihm seit seiner Kindheit auf Schritt und Tritt.

Der MGN-Verlag begrüsste das Urteil als Schlussstrich unter Fehler der Vergangenheit. «Wo historisches Unrecht geschehen ist, entschuldigen wir uns uneingeschränkt, übernehmen die volle Verantwortung und leisten angemessene Entschädigungszahlungen», sagte ein Sprecher.

Harry war bei der Verhandlung im Juni – als erster Royal seit 130 Jahren – selbst in den Zeugenstand getreten. Er hatte sich zwei Tage lang einem Kreuzverhör gestellt. Die mutmassliche Bespitzelung habe ihm schweres seelisches Leid zugefügt, Freundschaften und Beziehungen belastet, klagte er damals.

In den Berichten ging es teilweise um pikante Details wie den Besuch eines Stripclubs oder Sportverletzungen. Die Informationen seien so intim gewesen, argumentierte er, dass sie nur aus dem Abfangen von Handy-Nachrichten stammen konnten. Der Richter sah das nicht in allen Fällen als erwiesen an.

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