Prinz Andrew: Ihn aus der Thronfolge zu streichen, ist nicht einfach
Trotz Skandalen und entzogener Titel bleibt Prinz Andrew in der britischen Thronfolge. Das sorgt hinter den Kulissen offenbar für grossen Ärger.

Das Wichtigste in Kürze
- Prinz Andrew bleibt trotz Skandalen auf Platz acht der Thronfolge.
- Charles und William sollen hinter den Kulissen verärgert sein.
- Änderung der Thronfolge gilt jedoch als politisch und rechtlich schwierig.
Die Rolle von Prinz Andrew (66) sorgt erneut für Spannungen innerhalb der britischen Königsfamilie. Charles (77) und William (43) sollen «wütend und frustriert» sein, weil Andrew weiterhin auf Platz acht der Thronfolge steht. Darüber berichtet das «OK!»-Magazin.
Rückblende: Der 66-Jährige hatte im vergangenen Jahr seine royalen Titel und militärischen Ehren verloren. Der Skandal-Prinz war wegen seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein (†66) massiv in die Kritik geraten. Dennoch bleibt seine Position in der Thronfolge unverändert.
Eine königliche Quelle sagte, es gebe «ein spürbares Gefühl, dass William und Charles hinter den Kulissen vor Wut kochen. Demnach würden die «labyrinthartigen Komplikationen verhindern, dass Prinz Andrew aus der Thronfolge gestrichen wird».
Grund dafür sind jahrhundertealte Gesetze. Der «Act of Settlement» garantiert das Thronfolgerecht für Nachkommen der Kurfürstin Sophia von Hannover. Zudem verlangt das «Statute of Westminster» die Zustimmung aller 15 Commonwealth-Reiche für Änderungen an den Thronfolgeregeln.
Bevölkerung will Prinz Andrew aus der Thronfolge gestrichen sehen
Eine parlamentarische Quelle erklärte, dass weiterhin geprüft werde, ob Andrew überhaupt als Einzelperson entfernt werden könne. «Diese Unsicherheit ist Teil dessen, was die Frustration auf höchster Ebene anheizt», hiess es. Die Rede ist demnach von möglichen grösseren verfassungsrechtlichen Folgen.
Auch in der Bevölkerung ist die Haltung deutlich. Laut einer YouGov-Umfrage sprechen sich 82 Prozent der Britinnen und Briten für eine Entfernung Andrews aus der Thronfolge aus. Nur sechs Prozent sind dagegen.
Änderung der Thronfolge ist komplex
Verfassungsexperten warnen jedoch, dass jede Änderung der Thronfolge komplex wäre und mehrere unabhängige Staaten einbeziehen müsste. Eine weitere Quelle erklärte, genau darin liege der Kern der Frustration von Charles und William.
«Sie werden mit einer Situation konfrontiert, in der der Wunsch nach Veränderung mit einem verfassungsrechtlichen, unglaublich starren, Rahmen kollidiert.» Die britische Regierung plant derzeit keine Gesetzesänderung. Damit bleibt Andrew vorerst Teil der offiziellen Thronfolge.




















