Nobelpreisträgerin Alexijewitsch gründet Verlag

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Deutschland,

Swetlana Alexijewitsch will Autorinnen aus ihrem Heimatland Belarus zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. Wie die Literatur-Nobelpreisträgerin das tun will, verriet sie auf der Leipziger Buchmesse.

Die belarussische Schriftstellerin, Swetlana Alexijewitsch schreibt Autogramme auf der Leipziger Buchmesse.
Die belarussische Schriftstellerin, Swetlana Alexijewitsch schreibt Autogramme auf der Leipziger Buchmesse. - Hendrik Schmidt/dpa

Die belarussische Literatur-Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch (74) versucht mit einem eigenen Verlag, Frauen in ihrer Heimat eine Stimme zu verleihen.

«Wir schaffen eine eigene Frauenwelt mit ähnlichen Anschauungen. Die Männerwelt hat überhaupt keine Ahnung, dass diese Frauenwelt existiert», sagte Alexijewitsch auf der Leipziger Buchmesse. Das sei wichtig, auch wenn die Bedingungen in Belarus schwierig seien.

«Wir sehen es auch am Krieg in der Ukraine: Die Welt befindet sich in den Händen von alten Männern. Wenn das so weiterginge, käme es einem Selbstmord der Welt gleich», sagte die 74-Jährige. Alexijewitsch hatte 2015 den Literatur-Nobelpreis erhalten.

Alexijewitsch hat den «Pflaumenbaum»-Verlag zusammen mit der Direktorin Alena Kazlova gegründet. Im Moment seien viele Belarussen und Belarussinnen in einem Zustand der Verzweiflung und Depression, sowohl im In- als auch im Ausland, sagte Kazlova. Die kreative Arbeit sei ein Mittel, um zu überleben.

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