Neue Kritik an Ed Sheeran nach Macklemore-Rausschmiss
Der Macklemore-Rausschmiss sorgt weiter für Kritik an Ed Sheeran. Billy Bragg und Ken Casey stellen nun seinen Umgang mit dem Eklat infrage.

Der Streit um Macklemores (43) Ausschluss aus dem Vorprogramm von Ed Sheerans (35) «Loop»-Tour sorgt weiter für Reaktionen. Nach Angaben der «Visions» kritisieren Billy Bragg (68) und Dropkick-Murphys-Sänger Ken Casey (57) inzwischen öffentlich Sheerans Umgang mit dem Konflikt.
Macklemore hatte bei einem Konzert in New Jersey seine Unterstützung für Palästina bekundet. Anschliessend wurde er laut der «Taz» auf Anweisung des Veranstalters aus dem Vorprogramm gestrichen.
Nach dem Ausschluss verliessen auch Finneas (29), Lukas Graham (38) und Aaron Rowe (85) die Tour. Zudem zog sich Sheerans Begleitband Beoga zurück, berichtet die «Frankfurter Rundschau».
Billy Bragg fordert ein Zeichen
Billy Bragg kritisierte insbesondere Sheerans angekündigte Spenden. Der Singer-Songwriter erklärte, finanzielle Unterstützung könne die beschädigte Glaubwürdigkeit des Popstars nicht wiederherstellen.
Bragg verband seine Kritik mit der Frage nach Meinungsfreiheit und künstlerischer Integrität. Er sah Sheerans Auftritt in Philadelphia als Möglichkeit, öffentlich auf die Kontroverse zu reagieren.
Auch Ken Casey äusserte sich zur Solidarität zwischen Musikern auf Tourneen. Gegenüber einer Radioshow sagte der Dropkick-Murphys-Sänger, seine eigene Band betrachte gemeinsame Tourneen als eine Form von Gemeinschaft und Zusammenhalt.
Sheeran spricht von Fehlern
Sheeran hatte zuvor erklärt, der Ausschluss Macklemores sei nicht seine Entscheidung gewesen. Der «Visions» zufolge verwies er auf den Promoter und darauf, dass Macklemores Vertrag nicht direkt mit ihm bestanden habe.
Bei seinem Konzert in Philadelphia am 19. September äusserte sich Sheeran erneut zur Situation. Laut der «Frankfurter Rundschau» sagte er, er habe schwierige Entscheidungen treffen müssen, mache Fehler und entschuldige sich dafür.
Gleichzeitig bezog Sheeran Stellung zur Lage im Gazastreifen und im Westjordanland. Er bezeichnete die Situation in Gaza als katastrophal und nicht zu rechtfertigen.
Debatte über politische Aussagen
Sheeran erklärte zudem, er habe nie ein aktivistischer Musiker sein wollen. Zugleich sagte er der «Visions» zufolge, die Kontroverse habe ihn in eine Debatte über Meinungsfreiheit und den Nahostkonflikt gebracht.
Die «Taz» verweist darauf, dass Sheeran in der Vergangenheit öffentlich zu politischen Themen Stellung bezogen habe. Genannt werden unter anderem sein Auftritt beim «Concert for Ukraine» und seine Unterstützung des Gleichstellungsgesetzes in den USA.

Sheeran kritisierte in Philadelphia zudem die mögliche Kontrolle von Inhalten durch Veranstaltungsorte. Laut der«Frankfurter Rundschau» bezeichnete er es als problematisch, wenn Konzerthäuser politische Aussagen von Künstlern vorab genehmigen könnten.
















