Nach Rassismus-Kritik: WDR plant TV-Schwerpunkt

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    Eine Talksendung mit vier weissen Gästen, die über Rassismus diskutieren, hat dem WDR heftige Kritik eingebracht. Der Sender reagiert.

    Der WDR sieht sich wegen einer Talksendung grosser Rassismuskritik ausgesetzt. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild
    Der WDR sieht sich wegen einer Talksendung grosser Rassismuskritik ausgesetzt. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach Rassismus-Kritik an einer umstrittenen Ausgabe der Talksendung «Die letzte Instanz» plant der Westdeutsche Rundfunk im März in seinem Fernsehprogramm einen Schwerpunkt zum Thema Rassismus.

    Der Schwerpunkt sei nicht nur als Gesprächsformat angelegt, sondern es gebe auch eine filmische Aufarbeitung, kündigte der öffentlich-rechtliche Sender am Donnerstag in Köln an. Der WDR nahm direkt Bezug auf die umstrittene Talk-Folge: «Die Ausgabe der «letzten Instanz» wird zu Recht kritisiert, der WDR hat sich dafür entschuldigt.»

    Ende Januar hatte der Sender die Folge, die eine Wiederholung war, ausgestrahlt. Danach gab es viel Kritik in sozialen Netzwerken wie Twitter, es entbrannten Debatten etwa in der Audio-App Clubhouse um Alltagsrassismus. In der TV-Talkrunde bei Moderator Steffen Hallaschka hatten die Gäste Micky Beisenherz, Thomas Gottschalk, Janine Kunze und Jürgen Milski gesellschaftliche Themen diskutiert, darunter auch die Frage: «Das Ende der Zigeunersauce: Ist das ein notwendiger Schritt?» Einer der Kritikpunkte danach war, dass die Diskussion ausschliesslich von weissen Gästen geführt wurde. Der Sender räumte Fehler ein, der Moderator und auch einige der Talkgäste baten um Entschuldigung.

    Vom WDR hiess es am Donnerstag, unmittelbar nach Beginn der Diskussion um diese Ausgabe sei intern eine Gruppe unter Leitung der Integrationsbeauftragten des WDR gebildet worden. Dabei werden strukturelle Fragen behandelt, wie die, Sendungen diverser zu besetzen. Es geht auch um Programmideen und Formate.

    Der Sender beteuerte: «Der WDR ist beim Thema «interkulturelle Vielfalt» seit Jahrzehnten engagiert. Aus diesem Grund trifft uns die berechtigte Kritik an der Sendung auch besonders hart.»

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