Macron: Uneins mit Trump über Iran-Politik

    Simon Binz
    Simon Binz

    Frankreich,

    Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron ist mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump uneins über die Klimapolitik und den Iran.

    Trump wolle «die Sache mit dem Iran verhärten», sagte Macron am Sonntagabend den TV-Sendern TF1 und LCI. Das halte er für eine «schlechte Methode». Macron hob gleichzeitig die Bedeutung der USA im gemeinsamen Antiterrorkampf im Nahen Osten und in Afrika hervor. «Die Vereinigten Staaten sind unsere Verbündeten.»

    Macron will Hassan Ruhani besuchen

    Macron bekräftigte seine Absicht, in den Iran zu reisen. Der Élyséepalast hatte bereits am Freitag angekündigt, dass Macron seinen iranischen Amtskollegen Hassan Ruhani besuchen könnte. Details waren dazu aber offen geblieben. In Paris wird darüber spekuliert, dass die Reise im kommenden Jahr stattfinden könnte.

    Merkel, May und Macron für Atom-Abkommen

    Trump hatte am Freitag in Washington den Druck auf die Regierung in Teheran erhöht und nicht anerkannt, dass der Iran das Atomabkommen einhält. Macron bekannte sich in einer gemeinsamen Erklärung mit der britischen Regierungschefin Theresa May und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel hingegen ausdrücklich zu dem Abkommen.

    Emmanuel Macron will sich für das Atom-Abkommen mit dem Iran einsetzen.
    Emmanuel Macron will sich für das Atom-Abkommen mit dem Iran einsetzen. - Keystone

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