Oli Pocher in Zürich: «Ohne Michelle Hunziker ist Abend gelaufen»
Reto Hanselmann lädt zur «Season of the Witch»: Im Zürcher Kaufleuten feiern Zombies, Hexen und schrille Promis eine schaurige Halloween-Party.

Das Wichtigste in Kürze
- Reto Hanselmanns Halloween-Party im Zürcher Kaufleuten steht dieses Jahr im Zeichen der KI.
- Für sein Gruselkostüm lässt sich der Gastgeber sieben Stunden lang verwandeln.
- Zahlreiche Promis feiern mit – Oliver Pocher vermisst allerdings Michelle Hunziker.
Der Spuk wiederholt sich jedes Jahr – und lässt selbst hartgesottenen Gemütern das Blut in den Adern gefrieren.
In der Nacht vor Allerheiligen schleichen verwunschene Gestalten durch Zürichs Strassen und Gassen. Der Kulminationspunkt des Grauens liegt in den altehrwürdigen Gemäuern des Kaufleuten.
Wo sonst Banker, Businessleute und Champagnerfreunde verkehren, regieren plötzlich Zombies, Geister und Hexen.
Bereits 16 Jahre lang «Season of the Witch»
2010 beförderte Partykönig Reto Hanselmann Zürich erstmals zur Gruselmetropole. 16 Jahre später ist seine «Season of the Witch» längst eine Institution.
Und der Gastgeber selber? Ein Produkt künstlicher Intelligenz. Allerdings eines mit ziemlich viel Schminke, zehn Litern Gleitgel und einer anatomisch optimierten Lendengegend.
«Sieben lange Stunden» dauert die Verwandlung. Das Ergebnis ist – nun ja – gewöhnungsbedürftig.

Hanselmann nimmt die Herausforderung sportlich. «Wir versuchen, uns jedes Jahr selber zu überbieten», spricht er auf dem Roten Teppich in die zahlreichen Mikrophone.
Das diesjährige Motto lautet KI. Die Maschinen übernehmen die Welt – zumindest für eine Nacht.
Eine Party in Zeichen von KI
Doch der Zürcher Partykönig setzt weiterhin auf menschliches Herzblut: 17 Stunden Arbeit pro Tag stecken in der Produktion. «Ich hoffe, dass KI das nie selber schaffen wird.»
Dass die künstliche Intelligenz noch nicht alles im Griff hat, beweist Oliver Pocher. Der deutsche Comedian erscheint als Reinkarnation seines aktuellen Lieblingsfeinds Christian Wolf – aber sehnt sich nach jemandem ganz anderen.
Von den Reporterinnen möchte er wissen, ob Michelle Hunziker tatsächlich anwesend ist. Die ernüchternde Antwort: nein.
Pochers Reaktion: «Dann ist der Abend eigentlich gelaufen. Sie ist das schönste Gesicht des Landes.» Ein emotionaler Horror – zumindest für eine Sekunde.
Cathy Hummels eröffnet die Party und vergleicht das Spektakel mit Heidi Klums legendärer Halloween-Feier in New York. «Mittlerweile sogar besser», habe man ihr gesagt.
«Besser» als die Halloween-Party von Heidi Klum
Ihr eigenes Kostüm fällt dagegen eher in die Kategorie Kürbis light. Denise Biellmann setzt auf eine deutlich düsterere Variante: Die Eiskunstlauflegende erscheint als schwarze Witwe. «Man kann wirklich mal jemand anders sein», schwärmt sie.
Auch Schlangenfrau Nina Burri, Sängerin Fabienne Louves und Moderator Sven Epiney lassen ihrer Kreativität freien Lauf.
Epiney bastelt sein Kostüm gleich selber: Reissverschluss, Schminke und Haferflocken statt Paniermehl. Die Verwandlung gelingt in 35 Minuten. Effizienter als jede KI.
Und Epiney geniesst ein Heimspiel. Sein Ehemann Michael gehört zu den Veranstaltern.
Dazwischen tummeln sich Jenny Elvers, Désirée Nick, Georgina Fleur und Jörn Schlönvoigt – flankiert von Influencern, Podcastern und professionellen Gruselgestalten.
Der Kaufleuten-Saal wird zum Geisterhaus und Tollhaus. Hanselmanns grösste Hoffnung erfüllt sich: Dass die Gäste am nächsten Morgen nicht nur einen schweren Kopf, sondern vor allem schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen.
Denn bei aller künstlichen Intelligenz bleibt für den Gastgeber eine Erkenntnis bestehen: «Die Menschen sollen Freude haben.»
Und wenn dafür ein paar Liter Gleitgel, eine schwarze Witwe und ein Oliver Pocher mit unerfüllter Sehnsucht nötig sind: Dann ist dies in Zürich ein durchaus angemessener Preis.




















