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    Kritik an Dieter Nuhr nach Äusserung über Femizide im ARD-Sendung

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Deutschland,

    Dieter Nuhr steht nach einer Äusserung über Femizide in der ARD-Sendung «Nuhr im Ersten XXL» in der Kritik. In sozialen Medien sorgt das für Diskussionen.

    Dieter Nuhr ARD
    Dieter Nuhr hat in der ARD-Sendung «Nuhr im Ersten XXL» mit einer Äusserung über Femizide eine öffentliche Debatte angestossen. - imago

    In der ARD-Sendung «Nuhr im Ersten XXL» hat Dieter Nuhr (65) mit einer Passage über Femizide eine Debatte ausgelöst, berichtet der «Focus». Ausgangspunkt ist ein Stand-up-Ausschnitt aus der Sendung vom 18. Juni.

    Nuhr sprach über jährlich rund 300 bis 350 Frauenmorde in Deutschland. Er stellte diese Zahl in Relation zur Gesamtzahl der Männer und zur statistischen Wahrscheinlichkeit in Beziehungen.

    In sozialen Medien wurde die Äusserung laut der «T-online» stark diskutiert. Dabei stand insbesondere die Einordnung der Aussagen im Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen im Fokus.

    Kritik in sozialen Medien

    Der Ausschnitt wurde von Nutzern als problematisch bewertet. Kritik richtete sich dabei unter anderem gegen die statistische Einordnung der Femizide.

    Im Programm bezog sich Nuhr laut der «T-online» auf mediale Beiträge zur Gefährdung von Frauen im Alltag. Diese Passage wurde im Netz breit aufgegriffen und kommentiert.

    Hast du in deinem Umfeld schon einmal einen Femizid erlebt?

    Diskussionen verweisen zudem auf Daten des Bundeskriminalamts zu getöteten Frauen. Diese Zahlen werden im Zusammenhang mit Gewalt in Partnerschaften diskutiert.

    ARD reagiert auf Vorwürfe

    Die ARD teilte laut dem «Focus» auf Anfrage mit, man sei sich der Verantwortung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bewusst. Gleichzeitig könne man den Unmut eines Teils des Publikums nachvollziehen.

    Weiter erklärte der Sender, in Satireformaten gelte künstlerische Freiheit und Zuspitzung. Satire arbeite grundsätzlich mit Provokation und bewusster Überzeichnung gesellschaftlicher Themen.

    Nach Angaben der ARD sieht der Sender den Programmauftrag durch die Passage nicht verletzt, berichtet der «Focus» weiter. Rückmeldungen aus dem Publikum wolle man als wichtigen Impuls für die redaktionelle Arbeit berücksichtigen.

    Einordnung der Sendung

    Nuhr sagte laut der «N-TV», die Wahrscheinlichkeit, vom eigenen Partner getötet zu werden, sei «praktisch bei null». Die Aussage fiel im Rahmen seiner statistischen Argumentation innerhalb des Programms.

    Der «T-online» zufolge wird die Debatte im Kontext früherer kontroverser Auftritte des Comedians geführt. Dabei spielt auch die wiederkehrende öffentliche Kritik an seinen Programminhalten eine Rolle.

    Dieter Nuhr ARD
    Die ARD-Sendung mit Dieter Nuhr steht nun im Fokus öffentlicher Diskussionen. (Symbolbild) - keystone

    Die aktuelle Diskussion bezieht sich weiterhin auf die Einordnung der Aussagen im Fernsehen. Die ARD-Sendung bleibt damit Gegenstand öffentlicher Debatten über Satire und ihre Grenzen im Fernsehen.

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    Kommentare

    User #3910 (nicht angemeldet)

    Meinungen in sozialen Medien sind zu 99% irrelevant.

    User #1648 (nicht angemeldet)

    Über so etwas regen sich die Leute auf. Aber über die Tatsache, dass ein Gericht jemanden verurteilt der öffentlich Lügen verbreitet hat, weil er eben diesen als klaren Lügner zu beurteilenden in der Öffentlichkeit als einen "Lügenfritze" bezeichnet hat. Also wenn jemand in einer hohen politischen Funktion ist darf man also diesen nicht öffentlich mit der Wahrheit konfrontieren. So weit sind wir in unseren Demokratien gekommen.

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