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    Bei ARD-Show: Collien Fernandes spricht Namen von Ex-Mann nicht aus

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    Deutschland,

    Vor Millionenpublikum spricht Collien Fernandes erstmals über ihre schweren Vorwürfe bezüglich digitaler Gewalt – doch einen Namen vermeidet sie bewusst.

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    Collien Fernandes spricht mit Caren Miosga über ihre Vorwürfe gegen Ex-Mann Christian Ulmens. - X@CarenMiosgaTalk

    Das Wichtigste in Kürze

    • Collien Fernandes tritt erstmals nach den Ulmen-Vorwürfen im TV auf.
    • Sie fordert härtere Strafen und besseren Schutz vor digitaler Gewalt.
    • Ihr Fall verstärkt die politische Debatte über Deepfakes und Online-Missbrauch.

    Es war ein Auftritt mit besonderer Aufmerksamkeit. Am Sonntagabend war Collien Fernandes (44) erstmals seit dem Bekanntwerden ihrer Vorwürfe im «Spiegel» wieder in einem grossen TV-Studio zu sehen. In der Sendung von Caren Miosga (56) sprach Fernandes rund 15 Minuten lang über digitale Gewalt – ein Thema, das sie persönlich betrifft.

    Die Moderatorin erschien in einem grauen Anzug und Turnschuhen. Miosga begrüsste ihren Gast zunächst allein im Studio.

    Die Sendung wurde nach Senderangaben bereits am frühen Abend aufgezeichnet – auch mit Rücksicht auf die Belastung durch die Debatte, die nach den Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) immer grössere Kreise gezogen hatte.

    Sollten Täter bei digitaler Gewalt härter bestraft werden?

    Collien Fernandes setzt sich seit Jahren gegen digitale sexualisierte Gewalt ein. Ihr eigener Fall hat die Diskussion zuletzt neu entfacht.

    Sie wirft Ulmen digitale und körperliche Gewalt vor. In Deutschland wurden vergangene Woche Ermittlungen wieder aufgenommen.

    Fernandes berichtet von gemischten Reaktionen

    Kurz vor der Ausstrahlung meldete sich Collien Fernandes auch auf Instagram zu Wort. «Wie ihr euch denken könnt, geht es mir gerade nicht immer gut. Es ist ein emotionales Auf und Ab, trotzdem freue ich mich natürlich darüber, dass die politische Debatte Fahrt aufgenommen hat», schrieb sie.

    Im Gespräch mit Miosga berichtet Collien Fernandes von gemischten Reaktionen. «Im Negativen tatsächlich ja. Nach der Veröffentlichung bin ich auch erst einmal nicht ins Internet gegangen, weil ich mit sehr viel Hass gerechnet habe.»

    Collien Fernandes
    Collien Fernandes und ihr Ex-Mann Christian Ulmen im Jahr 2024. - keystone

    Umso überraschter sei sie über die breite Unterstützung gewesen. «Dass es so eine wahnsinnige Bewegung auslöst, dass so viele Menschen auf die Strasse gehen – damit habe ich im Leben nicht gerechnet.»

    Fernandes erklärte auch, warum sie Anzeige in Spanien erstattet habe. Das sogenannte spanische Modell gelte in vielen Ländern als Vorbild beim Schutz von Frauen vor Gewalt.

    Gleichzeitig betonte sie, dass digitale Gewalt vor allem Frauen betreffe und Täter meist männlich seien. «Es kann ja nichts passieren, wenn die Frauen nicht den Mund aufmachen.»

    Fernandes spricht den Namen des Ex-Mannes nicht aus

    Besonders eindrücklich schilderte Fernandes, wie sie von mutmasslichen Fake-Profilen erfuhr. Männer hätten ihr Management kontaktiert, nachdem sie mit vermeintlichen Profilen der Moderatorin Kontakt gehabt hätten.

    Zunächst seien flirtende Nachrichten verschickt worden, später intime Inhalte. «Irgendwann kamen Sex-Videos, irgendwann kamen Nacktbilder und teilweise gab es auch Telefonsex.»

    Auch von besonders belastenden Inhalten berichtete Fernandes. Unter anderem sei eine sexuelle Gewaltfantasie in ihrem Namen verschickt worden. Den Namen ihres Ex-Mannes nannte sie in dem Gespräch nie.

    Die Moderatorin machte zudem auf die zunehmende Problematik von Deepfakes aufmerksam. Sie forderte härtere Strafen und ein konsequenteres Vorgehen gegen Täter. «Das finde ich wichtig, dass man den Tätern einfach ganz klar zeigt: Das geht so nicht.»

    Collien Fernandes berichtet von jungen Betroffenen

    Fernandes berichtete auch von Gesprächen mit jungen Betroffenen. Eine Gruppe von Schülerinnen habe Anzeige erstattet.

    «Die Jüngste war 14 Jahre alt, als das passiert ist», sagte sie. Das zeige, wie dringend Handlungsbedarf bestehe.

    Gleichzeitig kritisierte Fernandes den Umgang von Behörden mit Anzeigen. Verfahren würden häufig eingestellt, schilderte sie unter Berufung auf Gespräche mit Betroffenen und Anwältinnen. Deshalb sei es entscheidend, dass Opfer ernst genommen würden, wenn sie den Schritt zur Anzeige wagten.

    Nach dem Einzelgespräch diskutierten weitere Gäste über das Thema. Unter anderem Justizministerin Stefanie Hubig, der Rechtsexperte Ronen Steinke sowie Aktivistin Theresia Crone, die selbst Opfer sexualisierter Gewalt wurde.

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