Bern soll Mahnmal gegen Femizide erhalten

    Keystone-SDA Regional
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    In Bern soll ein Mahnmal gegen Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt errichtet werden. Das fordern Stadträtin Dominique Hodel (SP) und Mitstreiterinnen von GFL, FDP und GB/JA mit einer am Donnerstag eingereichten Motion.

    Die «Wall of Dolls» in Genua. (Archivbild)
    Die «Wall of Dolls» in Genua. (Archivbild) - KEYSTONE/EPA ANSA/LUCA ZENNARO

    Inspiriert wurden sie von den «Walls of Dolls» in Städten wie Genua, Rom und Mailand. Auch das Mahnmal in der Bundesstadt soll gemäss dem Vorstoss ein Ort der Solidarität, der Reflexion und des Gedenkens für die Opfer sein – wie in Italien mit Namen und Gesicht der Opfer, wenn die Angehörigen dies wünschen.

    Ein Mahnmal im Stil einer «Wall of Dolls» sei eine kostengünstige Variante, schreiben die Motionärinnen.

    Es müsse lediglich ein Gitter an einer Mauer oder Wand an prominenter Stelle in der Stadt angebracht werden. Werde das Gitter durch Vandalismus beschädigt, seien die Kosten der Wiederinstandsetzung verhältnismässig tief.

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    Kommentare

    User #4232 (nicht angemeldet)

    Es gibt auch Homozide, auch Männer können Opfer sein. Darum müssen und sollen beide Geschlechter-Opfer gleichbehandelt werden. Opfer der Willkür

    User #5841 (nicht angemeldet)

    Wenn ein Protest gegen sexualisierte Gewalt vor allem darin endet, Männer pauschal unter Verdacht zu stellen, ist er in der Sache bereits falsch abgebogen. Statt Täter, Tatmuster und konkrete Problemfelder zu benennen, wird die gröbste Kategorie gewählt: „Männer“. Auffällig ist dabei, wer auf den Bildern nicht auftaucht. Ausgerechnet Gruppen, bei denen Gewalt gegen Frauen besonders häufig mit patriarchalen Ehrvorstellungen, religiös oder kulturell begründeter Kontrolle und familiärem Druck verbunden ist, sind dort nicht erkennbar vertreten. Statt diese Konflikte offen zu benennen, demonstriert ein ohnehin sensibilisiertes und sehr homogenes Publikum gegen „Männer“ im Allgemeinen. Dadurch wird der Protest verlogen. Er ist einerseits maximal pauschal gegenüber Männern insgesamt, bleibt aber dort unpräzise, wo es politisch und gesellschaftlich unbequem würde. Wer auf diese Art ein ganzes Geschlecht kollektiv in Haftung nimmt, bekämpft aber keinen Sexismus, sondern betreibt ihn selbst. Das Ergebnis ist dann letztendlich ein Protest ausschließlich für das eigene Lager. Man bestätigt sich gegenseitig und fühlt sich moralisch überlegen, aber erreicht gerade nicht die Menschen, bei denen eine klare Ansprache nötig wäre. Das ist kein wirksamer Kampf gegen Gewalt, sondern ein im höchsten Maße selbstgerechter Aktivismus mit einem klar sexistischem Kern.

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