Julia Fischer findet Instragram und Twitter oberflächlich

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Deutschland,

Nicht jeder Gedanke ist gut und es wert, veröffentlicht zu werden. Das findet zumindest die klassische Geigerin Julia Fischer.

Die Violinistin Julia Fischer. Foto: Ingo Wagner
Die Violinistin Julia Fischer. Foto: Ingo Wagner - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Geigerin Julia Fischer bewegt sich zurückhaltend im Internet.

«Ich benutze weder Instagram noch Twitter - als Künstlerin sehe ich darin Oberflächlichkeit. Nicht nur in der Kunst geht es darum, etwas zu produzieren, was bleibenden Wert hat. Gute Kunst aber braucht Zeit. Genauso ist es mit Gedanken: Nicht jeder Gedanke ist ein Gewinn für die Menschheit und muss veröffentlicht werden», sagte die 36-Jährige in einem Interview mit der «Augsburger Allgemeinen» (Montagsausgabe).

Die Musikerin nutzt das Netz für ein eigenes Label in Form eines kostenpflichtigen Clubs. Als Produzentin könne sie selbst entscheiden, was sie wie lange aufnehme und welche Erklärungen sie zur Musik schreibe. «Das Schöne an dem Projekt sind meine künstlerische Unabhängigkeit und die Flexibilität», sagte die Geigerin, die aus München stammt.

Die Weltklassegeigerin sieht auch die klassische Musikwelt durch das Internet vor einem radikalen Wandel: «Ich war seit zwölf Jahren nicht mehr in einem Plattengeschäft, um eine CD zu kaufen.»

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