Der Filmemacher gilt als eine der prägenden Persönlichkeiten des «Anderen Kinos» der 1960er und 1970er Jahre. Nun ist er mit 86 Jahren gestorben.
Der Filmemacher Helmut Herbst (Anfang der 80er Jahre). Foto: Foto privat/Helmut Herbst/dpa
Der Filmemacher Helmut Herbst (Anfang der 80er Jahre). Foto: Foto privat/Helmut Herbst/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Filmemacher Helmut Herbst ist im Alter von 86 Jahren gestorben.

Der Regisseur und Produzent erlag am Samstag (9. Oktober) einer Krankheit, wie sein Sohn Moritz Herbst mitteilte.

Herbst wirkte lange in Hamburg, von 1985 bis zum Jahr 2000 war er Professor an der Hochschule für Gestaltung (HFG) Offenbach.

Mit seiner Frau lebte er in der Gemeinde Brombachtal im hessischen Odenwaldkreis. Herbst gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten des «Anderen Kinos» der 1960er und 1970er Jahre und zu den Gründungsmitgliedern der «Hamburger Filmmacher Cooperative», einer Verleih-Kooperative für unabhängige Filme.

1962 gründete Herbst die Firma Cinegrafik, die unter anderem Animationen für Lehr- und Industriefilme sowie politisch-satirische Animationsfilme herstellte, darunter «Kleine Unterweisung zum glücklichen Leben» oder «Schwarz-Weiss-Rot», eine kritische Auseinandersetzung mit der «Bild»-Zeitung. Seinen ersten langen Spielfilm realisierte der am 2. Dezember 1934 im rheinländischen Escherhof geborene Herbst 1981/82 mit «Eine deutsche Revolution» nach Kasimir Edschmids Roman «Georg Büchner - eine deutsche Revolution».

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