Heidi Klum musste Kids rund um die Uhr bewachen lassen
Heidi Klum berichtet von Rassismus-Vorfällen wegen ihrer Ehe mit Musiker Seal. Für die gemeinsamen Kinder musste die Familie Sicherheitspersonal organisieren.

Das Wichtigste in Kürze
- Heidi Klum hat mit Musiker Seal drei gemeinsame Kinder.
- Das Topmodel spricht von «Hassbriefen und Drohungen», die ihre Familie erreicht hätten.
- Ihr Nachwuchs stand deshalb zweitweise rund um die Uhr unter Personenschutz.
Sie steht für Glamour und gute Laune. Doch auch im Leben von Heidi Klum (52) läuft nicht immer alles so, wie es scheint. Steht man im Rampenlicht, macht man sich schnell angreifbar – diese Erfahrungen muss auch das Topmodel durchstehen.
Im Interview mit dem «Zeit Magazin» erinnert sich die vierfache Mutter an eine dunkle Phase an ihrem Wohnort im kalifornischen Los Angeles (USA). Klum spricht von rassistischen Anfeindungen gegenüber ihren Kindern.
Drei von ihnen, Henry (20), Johan (19) und Lou (16), stammen aus ihrer Ehe mit ihrem Ex-Mann, dem nigerianisch-brasilianischen Musiker Seal (63). Tochter Leni (22) entstand aus Klums Beziehung mit dem italienischen Formel-1-Manager Flavio Briatore (76).

«Aufgrund unserer ‹interracial marriage› kamen viele Hassbriefe und Drohungen», offenbart der «GNTM»-Host. Offenbar war die Gefahr so hoch, dass sich die Familie nicht mehr selbst schützen konnte. «Deswegen hatten wir auch 24/7 Security für alle Kinder.»
«Black Lives Matter ist eine Riesensache»
Im Mai 2020 wurde der 46-jährige Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet. Sein Tod löste weltweit historische Massenproteste gegen systemischen Rassismus und Polizeigewalt aus. Auch in Klums Familie ist das Thema seither präsent.

«Black Lives Matter war und ist eine Riesensache, auch bei uns zu Hause», erklärt Heidi Klum. Ihre Kinder würden sich sehr für die Geschichte und die Kultur von Dunkelhäutigen in den USA interessieren. «Ich finde das wichtig und unterstütze das, gerade weil ich ihnen das nicht selbst mitgeben kann.»
Heidi Klum kritisiert Trump
Das Topmodel bleibt im Interview politisch. Plötzlich geht es um Donald Trump (79), zu dem sie heute eine klare Haltung hat.
Sie kritisiert, dass der heutige US-Präsident früher nichts mit Politik am Hut hatte – nun aber die Verantwortung über einen Staat trägt. «Ich finde es schon wichtig, bei so einem Job, in dem man über so viele Menschen entscheidet, das auch gelernt zu haben. Das sollte eigentlich überall so sein.»

In Amerika habe es schon Präsidenten gegeben, die vorher Schauspieler gewesen seien, sagt Heidi Klum. «In Europa und Deutschland dagegen sind Leute in der Politik, die das gelernt haben.»
Als Beispiel nennt sie Altkanzlerin Angela Merkel (71). «Das ist wie bei einem Arzt, der ja auch ein langes Studium machen muss, bevor er dir den Kopf aufschneidet und in deinem Gehirn rumbastelt.»
Topmodel war bei Hochzeit dabei
Klum hatte den damaligen Immobilienmogul Trump 1998 am Filmset von «Studio 54» kennengelernt.
Auch an seiner Hochzeit mit Melania 2005 war das Topmodel laut dem «Zeit Magazin» dabei. Der Grund? Ihr damaliger Ehemann, Hairstylist Ric Pipino (58), war offenbar zuständig für das Styling der heutigen First Lady.
Die Begegnung hält die Ehefrau von Tom Kaulitz (36) in positiver Erinnerung: «Er war einfach Donald, ein lustiger Typ. Jeder kannte ihn in New York.»


















