Persönliche Freiheit oder Solidarität? Angesichts der derzeitigen Lage aufgrund der Pandemie hält sich der Musiker mit seiner Meinung zu ungeimpften Menschen nicht zurück.
Hartmut Engler macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Hartmut Engler macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Pur-Frontmann Hartmut Engler geht angesichts rasant steigender Corona-Zahlen und überlasteter Krankenhäuser mit ungeimpften Menschen hart ins Gericht.

Er habe «wenig Verständnis für Menschen, die sich in dieser Zeit nicht impfen lassen und sich ohne Grund der ganzen Sache entziehen», sagte der 59-Jährige kurz vor seinem runden Geburtstag. «Das macht mich wütend.»

In der Debatte um die Spritze müsse die private Freiheit gegen die Solidarität aufgewogen werden. Die Fakten lägen auf dem Tisch. «Und wenn eins und eins nicht mehr zwei sein kann, dann hört bei mir auch die Diskussionsbereitschaft schnell auf», sagte Engler der Deutschen Presse-Agentur. «Dann denke ich einfach, dass da Hopfen und Malz verloren ist.» Viele Menschen hinterfragten die Quellen nicht, wenn sie Texte läsen. «Und sie missachten, dass Fakten auch ein Verständnis vermitteln können für bestimmte Massnahmen.»

Im kommenden Jahr will Pur nach Angaben Englers ein neues Studioalbum aufnehmen. Natürlich könne die Band in den Texten an der Pandemie nicht vorbeigehen: «Dass ein neues Album in so einer Zeit nicht ohne das Thema Corona auskommen wird, das ist relativ klar», sagte Engler, der am 24. November 60 Jahre alt wird. «Ich werde mir sicher die Worte gut überlegen, die ich dann mitteile.»

Pur ist seit Jahrzehnten im Geschäft und hat wichtige Musikpreise gewonnen. Die Band verkaufte Millionen Alben.

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