Andrews Ex-Wohnsitz: Polizei durchsucht Royal Lodge weiter
Am Donnerstag wurde Ex-Prinz Andrew festgenommen, nach 12 Stunden kam er wieder frei. Ihm wird im Zusammenhang mit Epstein Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor wurde am Donnerstag zwischenzeitlich festgenommen.
- Ihm wird vorgeworfen, vertrauliche Dokumente an Jeffrey Epstein weitergegeben zu haben.
- Alle Entwicklungen liest du hier im Liveticker.
Im Zusammenhang mit den Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten wurde der ehemalige Prinz Andrew Mountbatten-Windsor (66) am Donnerstagmorgen (19. Februar) festgenommen.
Ihm wird vorgeworfen, in seiner Rolle als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Jeffrey Epstein (†66) weitergegeben zu haben.
Am Abend wurde er nach rund zwölf Stunden aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die Ermittlungen wegen Amtsmissbrauchs gehen aber weiter.
Die neusten Entwicklungen gibt es hier im Liveticker.
Andrews früheres Daheim wird weiter durchsucht
09.15: Während Andrew festgenommen wurde, durchsuchte die Polizei gestern seine Anwesen. Darunter sein neuer Wohnsitz auf Sandringham und sein früheres Daheim, die Royal Lodge. Und offenbar haben die Beamten ihre Durchsuchungen noch nicht abgeschlossen.

Gegenüber der BBC teilt die Polizei mit, dass die Durchsuchungen in der Royal Lodge heute fortgesetzt werden. Der frühere Prinz bewohnte das 30-Zimmer-Anwesen auf Windsor über 20 Jahre lang.
So lief die Festnahme des Ex-Prinzen ab
08.52: Gegen 8 Uhr morgens tauchte die Polizei gestern in Andrews neuem Zuhause auf dem Sandringham-Anwesen auf. Dem Blaublüter wurden seine Rechte verlesen, danach durfte er sich unter Aufsicht eines Beamten vorbereiten.

Um 8.54 Uhr sass er im Polizeiauto und wurde zur Polizeistation Asylsham, die 55 Minuten entfernt liegt, gefahren. Dort wurde Andrew schliesslich verhört.
Laut Angaben der «Sun» wurden dem Bruder von König Charles keine Handschellen angelegt. Wie bei jedem anderen auch, nahm die Polizei dann aber seine Fingerabdrücke und eine DNA-Probe. Auch ein Foto wurde gemacht, heisst es.
Ermittlungen gegen Andrew gehen weiter
08.30: Andrew Mountbatten Windsor ist zwar wieder zu Hause. Doch es wird weiterhin gegen ihn ermittelt.
Laut der BBC kann der Ex-Prinz auch jederzeit wieder verhaftet oder zu weiteren Vernehmungen vorgeladen werden.

Es heisst nun abwarten, ob die Staatsanwaltschaft und die Polizei genügend Beweise für eine Anklage sehen.
Allerdings gibt es keine Frist für die Erhebung einer Anklage. Und ein Verfahren in dieser Grössenordnung könne einige Zeit in Anspruch nehmen.
Erstes Foto nach Festnahme – Andrew wirkt verängstigt
08.10: Das Foto zeigt den ehemaligen Prinzen nach seiner Verhaftung.
🚨 BREAKING: Andrew Mountbatten-Windsor has been pictured leaving Aylsham police station pic.twitter.com/PiqS5Z3nEn
— Politics UK (@PolitlcsUK) February 19, 2026
Andrew wurde am Donnerstagabend, rund zwölf Stunden nach seiner Festnahme, wieder freigelassen. Auf den Bildern, die ihn danach auf dem Rücksitz eines Autos zeigen, wirkt er schockiert. Es sieht auch danach aus, als würde er versuchen, sich zu verstecken.
Ex-Polizist erklärt Protokoll nach Festnahme
03.00: Gegenüber CNN erklärt der ehemalige Londoner Polizist Graham Wettone, was mit Andrew nach seiner Festnahme passiert ist.
Der Skandal-Royal sei «genau wie jeder andere Festgenommene registriert» worden. Anschliessend sehe das Protokoll vor, dass ein Beamter ihn über seine Rechte und die Gründe für die Inhaftierung aufkläre.

In einem nächsten Schritt sei Andrew durchsucht worden, private Gegenstände wie Schlüssel, Geld und Handys habe er abgeben müssen. «Auch Gürtel, Krawatte und Schnürsenkel wurden ihm abgenommen. Danach wurde er in seinen eigenen Kleidern in die Zelle gesperrt.»
Und dort musste er ausharren. Bloss für Beratungen mit seinen rechtlichen Vertretern oder für Befragungen durfte er die Zelle verlassen.

Laut Wettone hat die Polizei 24 Stunden, um eine verdächtige Person festzuhalten. Für längere Inhaftierungen braucht es einen gerichtlichen Beschluss. Andrew Mountbatten-Windsor wurde nach rund 12 Stunden entlassen.
Den Ticker vom Donnerstag kannst du hier nachlesen.












