Dramatiker Valère Novarina mit 83 Jahren verstorben
Der französisch-schweizerische Theatermacher Valère Novarina ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren bei Paris.

Der französisch-schweizerische Dramatiker, Autor und Maler Valère Novarina ist am 16. Januar 2026 verstorben. Das bestätigte der Intendant seiner Theatergruppe gegenüber der Nachrichtenagentur «AFP».
Valère Novarina wurde am 4. Mai 1942 in Chêne-Bougeries bei Genf geboren. Der Künstler verbrachte seine Kindheit und Jugend am Genfersee sowie in den Bergen.
Novarina wurde als Schöpfer eines ebenso überraschenden wie provokanten Theaters bekannt. Früh hegte er eine tiefe Leidenschaft für die Sprache und schuf dicht gewebte, schwer klassifizierbare Texte.
Ein Leben zwischen Sprache und Bühne
In Paris studierte Valère Novarina Literatur und Philosophie, wie das «SRF» meldet. Dort traf er auf Regisseure wie Roger Blin und Marcel Maréchal.
Der Theatermacher schuf rund 50 Bühnenwerke, die für ihre provokative Art bekannt waren. Seine Stücke wurden fast jedes Jahr beim renommierten Theaterfestival in Avignon aufgeführt, so «Deutschlandfunk».

Novarinas Texte liessen sich keiner klassischen Kategorie zuordnen und sprengten gängige Formen zwischen Poesie und Theater. Er entwickelte früh eine besondere Leidenschaft für Sprache, schreibt «Die Zeit».
Valère Novarina als ausgezeichneter Künstler und Maler gekürt
Für sein Schaffen erhielt Novarina zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Grand Prix du Théâtre der Académie Française. 2006 wurde er zu Lebzeiten ins Repertoire der Pariser Comédie-Française aufgenommen.
Neben dem Schreiben widmete sich Novarina auch intensiv der Malerei und Zeichnung. Ab 1986 inszenierte er seine eigenen Stücke und schuf dabei auch die Bühnenbilder selbst.
Über seine Arbeit sagte Novarina laut «Deutschlandfunk Kultur», er sehe sich als jemanden, der dem Leser die Augen verbinde. Er sei einer, «der mit Unwissenheit gesegnet ist und sie denen anbieten möchte, die zu viel wissen».












