Das kritzelt Marius während seines Prozesses
Die Anwältin hat zwei Zeichnungen von Marius Borg Høiby geteilt. Auf einer davon ist eine nackte Frau zu sehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Marius Borg Høiby zeichnet auf der Anklagebank fast ständig.
- Laut seiner Anwältin sei das seine Art, sich zu konzentrieren.
- Sie teilte zwei seiner Zeichnungen, die für Aufsehen und Kritik sorgen.
Marius Borg Høiby (29), der Sohn von Prinzessin Mette-Marit (52), steht wegen 38 Anklagepunkten vor Gericht. Seit dem ersten Prozesstag fällt auf, dass er fast immer am Zeichnen ist. Doch was kritzelt der Angeklagte auf seinen Block?
Seine Anwältin Ellen Holager Andenæs erklärte kurz nach Prozessbeginn, dass das Zeichnen Marius helfe, sich zu konzentrieren. «Es bedeutet keinesfalls, dass er an dem, was um ihn herum passiert, nicht interessiert ist. Zeichnen ist seine Art, sich zu konzentrieren. Und ich finde, dass er sehr gut zeichnen kann.»
Diese Aussage unterlegt sie nun mit Fotos der Zeichnungen, die sie dem norwegischen Portal «TV2» zugespielt hat. Auf einer Zeichnung kämpft ein schwarzer Panther mit einer Schlange. Umgeben sind die beiden Tiere von Stacheldraht.
Das zweite Bild sorgt für mehr Aufsehen: Es zeigt einen Tigerkopf mit weit aufgerissenem Maul. Darum herum sind Sterne, Pik-Asse, Diamanten und Kreuze zu sehen – und eine nackte Frau. Zudem hat Marius «FTP» hingeschrieben, die Abkürzung für «F*** the Police».
Eine Beleidigung gegen die Staatsgewalt und eine nackte Frau während des Prozesses, unter anderem wegen Vergewaltigung. Ob das eine gute Idee ist? Seine Anwältin geht wohl davon aus, dass es sicherlich keine schlechte ist.
Womöglich hofft sie, dass der Fokus mehr auf dem Schriftzug «Trist som Faen» («Traurig wie der Teufel») liegt. Das ist der Titel des Buches von Ari Behn (†47), dem Ex-Mann von Marius' Stieftante Prinzessin Märtha Louise (54). Die beiden standen sich sehr nahe, bevor sich der Autor an Weihnachten 2019 das Leben nahm.















