Lungenkrankheit zu sehr inszeniert: Neue Vorwürfe gegen Mette-Marit

    Luca Micheli
    Luca Micheli

    Norwegen,

    Dass Mette-Marit ihren letzten Auftritt mit einem Sauerstoffgerät absolvierte, wird stark kritisiert. Die Spott-Kommentare reichen von «lustig» bis «peinlich».

    Mette-Marit
    Kronprinzessin Mette-Marit erschien am 10. April 2026 bei einem offiziellen Termin in Oslo mit einem Sauerstoffgerät. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mette-Marit ist wegen ihrer Lungenerkrankung auf künstliche Sauerstoffzufuhr angewiesen.
    • Nach dem letzten Auftritt vermuten Kritiker eine PR-Aktion hinter ihrem Atemgerät.
    • «Kriege davon wirklich Atemprobleme, wie lustig das ist», lautet einer der Kommentare.

    Vergangene Woche bekam die Öffentlichkeit ein Bild davon, wie ernst es um die Gesundheit von Mette-Marit (52) wirklich steht. Die norwegische Kronprinzessin erschien bei einem offiziellen Termin mit einer Nasenkanüle zur Unterstützung der Sauerstoffzufuhr.

    Wurde bisher nur darüber gesprochen, zeigte sich der Royal das erste Mal mit einem solchen Gerät in der Öffentlichkeit. Doch der Auftritt sorgt nun für rote Köpfe. Statt Mitleid zu bekunden, vermuten Kritiker hinter dem Auftritt einen bewussten PR-Schachzug.

    «Das Peinlichste, was ich in den letzten fünf Jahren gesehen habe»

    Mette-Marit leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose. Wie Kommentare auf Facebook zeigen, gibt man sich allerdings skeptisch, ob das Gerät wirklich der notwendigen medizinischen Versorgung diene. Einer, der nun scharf gegen die Blaublüterin schiesst, ist Journalist und Podcast-Moderator Ole Asbjørn Ness (52).

    Mette-Marit
    Für ihren Auftritt mit der Nasenkanüle erntet Mette-Marit nun fiese Kommentare. - keystone

    Auf der Plattform spottet der Norweger: «Das ist lustig, ich kriege davon wirklich Atemprobleme, wie lustig das ist. Wenn das Königshaus und die Kronprinzessin ernst genommen werden wollen, können sie damit anfangen, sich ernsthaft zu verhalten. Als Realityshow bekommen sie 12 von 10 möglichen Punkten.»

    Influencerin Sunniva Tillson (34) verliert ebenfalls harte Worte für die Kronprinzessin. Ihr Auftritt sei «das Peinlichste, was ich in den letzten fünf Jahren gesehen habe», meint sie gegenüber der Zeitung «Nettavisen». Laut ihr wirke der Einsatz der Atemmaske «zu offensichtlich» und habe nichts mit einer zufälligen Dringlichkeit zu tun.

    Spekulationen um baldige Lungentransplantation

    Mediziner und Patientenvertreter sind alarmiert, die harten Vorwürfe weisen sie zurück.

    Magne Wang Fredriksen, Generalsekretär der norwegischen Herz-, Lungen- und Schlaganfallorganisation LHL, schrieb der Zeitung «Aftenposten»: «Ich reagiere darauf, dass etwas so Grundlegendes wie der Bedarf an Sauerstoff zur Frage der Strategie gemacht wird. Für Menschen mit Lungenerkrankungen geht es dabei nicht um PR, sondern darum, genug Luft zum Funktionieren zu bekommen.»

    Mette-Marit
    Der norwegische Royal machte 2018 ihre Lungenerkrankung öffentlich. Seit Wochen heisst es, man bereite sich auf eine Lungentransplantation vor. - keystone

    Durch die chronische Erkrankung am Lungengewebe verschlechtert sich die Sauerstoffaufnahme im Blut stetig. Mette-Marit machte die Diagnose 2018 öffentlich. Im Dezember 2025 wurden Vorbereitungen auf eine mögliche Lungentransplantation bekannt. Ihr Gesundheitszustand habe sich zuletzt «deutlich verschlechtert», teilte der Palast Mitte März mit.

    Kommunikationsexperten hielten den Zeitpunkt des Gesundheits-Updates jedoch für auffällig. Sie vermuteten einen Zusammenhang mit der Freigabe der Akten von Jeffrey Epstein (†66). Sowohl der Palast als auch Mette-Marits behandelnder Lungenarzt wiesen einen solchen Zusammenhang jedoch entschieden zurück.

    Palast wollte Mette-Marits Epstein-Mails aufspüren

    Unabhängig davon machte der norwegische Royal zuletzt mit ihrer früheren Freundschaft zu Epstein Schlagzeilen. Über Jahre hinweg pflegte sie mit dem Sexualstraftäter schriftlichen Kontakt per Mail, auch persönlich soll sie ihn mehrfach getroffen haben.

    Einzelne Korrespondenzen mit fragwürdigen Details machten im Zuge der umfangreichen Epstein-Akten bisher die Runde. Aufgrund dessen hatte der Palast nun versucht, das gelöschte Mail-Konto von Mette-Marit wiederherzustellen – jedoch ohne Erfolg.

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    Mette-Marit steht wegen ihrer Epstein-Verbindungen in der Kritik. - keystone

    Hof-Kommunikationsberater Simen Løvberg Sund bestätigte gegenüber «Aftenposten»: «Es wurden Untersuchungen bezüglich der Möglichkeit durchgeführt, das E-Mail-Konto und die dazugehörigen Inhalte wiederherzustellen.»

    Sollte sich Mette-Marit nochmals zum Epstein-Skandal äussern?

    Aber: «Vom Anbieter wurde uns bestätigt, dass dies nicht möglich ist.» Wann und warum das Konto ursprünglich gelöscht wurde, will der Palast nach wie vor nicht beantworten.

    Kronprinzessin liess viele Fragen unbeantwortet

    Brisant: Durch einen Hackerangriff auf Dropbox wurde das Passwort des privaten Mail-Accounts bereits im Juli 2012 öffentlich. Darüber berichtet nun die Website «Have I Been Pwned». Trotz dieser Tatsache führte die Kronprinzessin den Kontakt zu Epstein bis 2014 weiter.

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    Mette-Marit und Kronprinz Haakon im kürzlichen TV-Interview mit dem norwegischen Sender NRK. - X / @SeilerenHanson

    Auch zu dieser Datenpanne wollte sich der Palast nicht äussern. Mette-Marit selbst betonte im fragwürdigen NRK-Interview vor wenigen Wochen: «Ich wünschte, ich hätte den Rest der E-Mail-Korrespondenz.» Viele Details bleiben bisher ungeklärt, zumal der Royal vor laufenden Kameras auf die Beantwortung unangenehmer Fragen verzichtete.

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    Kommentare

    User #3504 (nicht angemeldet)

    Etwas später war sie schon wieder ohne Sauerstoffgerät unterwegs. Auch wenn eine solche Erkrankung wirklich schlimm ist, hat das Ganze hat so ein gewisses "Gschmäckle".

    User #1510 (nicht angemeldet)

    An einer Lungenerkrankung ist überhaupt nichts lustig!! Wenn sie das Täuschungsmanöver braucht, dann ist das halt so.

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